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Duden. Rechtschreibung der deutschen Sprache

redaktion
duden­redaktion, Dudenverlag, leitung
titel
Duden. Rechtschreibung der deutschen Sprache.
reihe
Der Duden: in 10 Bänden; das Standardwerk zur deutschen Sprache
band
1
verlag
Bibliographisches Institut
ort
Mannheim
datum
auflage
20
isbn
3-411-04010-6
ausstattung, umfang
gebunden, 832 s.
besonderes
  • «einheitsduden», erste auflage nach über 40 jahren der trennung in west- und ostduden
  • letzte auflage vor der neuregelung von 1996
verweis
, Zurückhaltend und verständlich, Frankfurter Allgemeine Zeitung,
umschlag
umschlag

Auszüge

Vorwort

Mit der 20. Auflage des Dudens findet das fast 40jährige Neben­einander einer Leipziger und Mann­heimer Duden­ausgabe ein Ende. […]

Die Zusammen­führung der Leipziger und Mannheimer Ausgabe wurde genutzt, den Regel­teil und das Wörter­verzeichnis des Dudens gründlich zu über­arbeiten. Die Darstellung der Richtlinien zur Recht­schreibung und Zeichen­setzung wurde verbessert, vor allem zugunsten einer leichteren Benutzbar­keit an einigen Stellen gestrafft. Die amt­lichen Regeln selbst, die seit der staatli­chen Rechtschreib­konferenz von 1901 gelten, und die danach fest­gelegten Schreib­weisen wurden nicht geändert — dies kann nur im Rahmen einer offiziel­len Rechtschreib­reform in allen deutsch­sprachigen Ländern geschehen. […]

Wir hoffen, daß der neue Duden seiner Aufgabe, die Schreibung der Wörter nach den amtlichen Regeln verbindlich festzulegen und die Einheitlich­keit der Recht­schreibung im deutsch­sprachigen Raum zu sichern, jetzt noch besser gerecht wird.

Mannheim, den 1. September 1991
Die Dudenredaktion

Zum komma

seiten 37 bis 46

Zur silben­trennung (wort­tren­nung)

seiten 55 bis 58


Zitat

, ,

Hier findet jeder, der nach x-maliger Reformation der Reform der Reformen nicht mehr weiß, welche Rechtschreibung eigentlich noch die "Richtige" ist, eine zuverlässige Antwort.

Z. b. die antwort auf die frage, wie man hier die richtige schreibt. Die antwort (klein) findet man allerdings auch im neuesten duden.

, Bayerische Staatszeitung und Bayerischer Staatsanzeiger, , s. 1

Eleganter wäre ein anderer Weg: die zuletzt im Duden von 1991 kodifizierte alte Schreibung wird wieder zur Norm, die Reformschreibung von 1996 bleibt aber für eine großzügig bemessene übergangszeit ebenfalls zulässig und wird nicht als fehlerhaft gewertet. […] Als maßgebliches Nachschlagewerk könnte zunächst einfach der Duden von 1991 reaktiviert werden. Seine „Unstimmgikeiten“ sind quantitaiv so geringfügig und qualitativ so harmlos, daß ihre behutsame Behebung ohne Schaden bis zur nächsten Auflage vertagt werden kann. Es handelt sich im übrigen so gut wie ausnahmslos um Unstimmigkeiten nicht des Regelwerks, sondern der Darstellung im Wörterbuch; die strikte Unterscheidung von „radfahren“ gegen „Auto fahren“ zum Beispiel (um das bekannteste Beispiel zu zitieren) war durch die Regel nie gedeckt.

Erwachsene können sich bis an ihr lebensende an den duden von 1991 halten. Das kann man im prinzip auch schülern zugestehen, aber die müssten die alte rechtschreibung überhaupt erst kennen (stellungnahmen zum geforderten «wettbewerb»).