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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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2020-4-13
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Altwegg, Jürg

: Unsterblich. Frankfurter Allgemeine Zeitung (), , nr. 16, s. 9, Feuilleton (429 wörter)
In grünen Uniformen, die sie bei den Aufnahme­zeremonien tragen, und mit dem Schwert […] ver­teidigen die „Un­sterbli­chen“ die französische Kultur und Sprache. Jeden Donnerstag­nachmittag arbeiten sie an ihrem maß­geblichen Regelwerk, dem Wörter­buch. Als „tödliche Gefahr für die französische Sprache“ bekämpften sie die noch von der sozialistischen Regierung François Hollandes eingeführte Rechtschreibung für mehr soziale und geschlechtliche Gerechtig­keit. „Wie jene von 1905 und 1994“, hoffte voller Zuversicht Hélène Carrère d’Encausse, „ewige General­sekretärin“ der Akademie, werde die Reform „dem Vergessen anheim­fallen“.
: Diktat und Dschihad. , , Feuilleton
Die Regierung will, dass ich schreibe, wie sie es sich vorstellt“, protestiert François Bayrou im „Journal du Dimanche“ gegen die Reform der französischen Recht­schreibung. […] Gegen ihre Verein­fachung kündigt Bayrou, der wie die meisten Politiker über das Selbst- und Sprach­bewusstsein eines Schrift­stellers verfügt, trotzigen Wider­stand an: „Ich werde weiter schreiben, wie es meinen Vor­stellungen entspricht.“ […] Die Franzosen frönen ihrer Sprache und der Ortho­graphie fast so leiden­schaftlich wie dem guten Essen. Die Diktate, die der Literatur­papst Bernard Pivot veranstaltet, sind National­sport. „Wie Pivots Diktate unsere Dschihadisten fabriziert haben“, versuchte zwei Tage nach den An­schlägen auf „Charlie Hebdo“ im Januar 2015 ein Artikel in der Online­zeitung „Médiapart“ den Franzosen zu erklären.
: Das ist die Liebe der Kannibalen. Autorenkult und große Alpenrepublik: Der liberale "Schweizer Monat" rüstet auf. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 193, s. 32, Feuilleton
Die "Schweizer Monatshefte", einst von François Bondy geleitet und vor kurzem eine Bastion gegen die Reform der Rechtschreibung, haben ein radikales Lifting hinter sich. Die Redaktion wurde ausgewechselt, Sponsoren sind verschwunden, neue Freunde wurden gefunden. Geblieben ist der Liberalismus als Programm und Credo. Seit dem vergangenen Frühling heißt die Zeitschrift "Schweizer Monat", und als Herausgeber zeichnet René Scheu.
: Schatzinsel Helvetia. Sehnsucht nach Südslawien und Steuergerechtigkeit. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 37, s. 34, Feuilleton
Die "Schweizer Monatshefte" (Nr. 958) unterwerfen sich der neuen Orthographie und rüsten weiter auf. Sie publizieren regelmäßig Kurzkritiken über die literarischen Neuerscheinungen des Landes und sind damit angesichts des Abbaus in den Feuilletons zu einer wichtigen Informationsquelle geworden.

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