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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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Aly, Götz

: Der Duden schafft sich ab. Berliner Zeitung, , s. 6, Meinung, Kolumne (459 wörter)
Vor genau 150 Jahren wurde das Deutsche Reich gegründet. […] Weil die staatlich geeinigten Deutschen in vielerlei Mund­arten redeten, herrschte auch in der Recht­schreibung blankes Durch­einander. Deshalb begann Konrad Duden […] 1871 damit, ein Wörter­buch zu schaffen. […] Weil sich der Duden nun – nach 140 Jahren – identitären Ob­sessionen relativ kleiner Gruppen unterwirft, büßt er jede Ver­bindlichkeit ein – er schafft sich selber ab. Ich gehe jeden­falls weiterhin zum Bäcker – nicht zum Backshop, zur Backenden oder zur Bäcker*in.
: Wenn das der Führer wüsste. Berliner Zeitung, , Feuilleton
Mit der von Hitler gestoppten Rechtschreib­reform war eine andere von ihm gewollte Reform einhergegangen: Die Abschaffung der Fraktur­schrift […]. Wir empfinden diese Modernisierung nicht als Willkürakt der Diktatur. Auch sie ging auf die Brüder Grimm zurück. In der Einleitung zum Deutschen Wörterbuch hatte Jacob Grimm die deutsche Schrift als "unförmlich und das auge beleidigend" bezeichnet und zur Orthographie bemerkt: "in den letzten drei jahrhunderten, trägt die deutsche schreibung so schwankende und schimpfliche unfolgerichtigkeit an sich, wie sie in keiner anderen sprache jemals statt­gefunden hat, und nichts hält schwerer als diesen zustand zu heilen. Berlin 2. merz 1854." Merke: Geschichte ist kein ideologischer Selbstbedienungs­laden.

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