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Fink, Matthias

: So schreiben Sie richtig. die tageszeitung, , nr. 8036, s. 4, Themen des Tages (246 wörter)
Bei vielem/Vielem ist die Großschreibung Trend. Alle Adjektive, die in Kombination mit einem Substantiv irgendwas Eigenständiges ausdrücken sollen, dürfen großgeschrieben werden, selbst der Schwarze Mann im Schornstein, der Heilige Krieg egal welcher Religion, Kleine Anfragen, Große Koalitionen oder der Weiße Sport.

Einiges ist ganz neu. Der informationsgewinn ist gewaltig: Der "weisse Sport" ist ein gefärbter sport, also z. b. weisser fussball, dagegen handelt es sich beim "Weissen Sport" eindeutig um tennis oder eindeutig um schifahren. Oder wie oder was.

: die stimme der korrektur. die tageszeitung, , nr. 6953, s. 12, Meinung und Diskussion, Kommentar
Inzwischen hat, nicht nur bei der taz, die Freude am neu Gestatteten merklich nachgelassen; die Entscheidungen, welche Variante den Vorzug verdiene, sind pragmatischer geworden. […] Damit es nicht so ernüchternd schnell zum Altbekannten zurückgeht, kann sich das Mitglied der Sprachgemeinschaft ja auch durch Gerüchte ein wenig verwirren lassen. Muss es vielleicht heute "zurück gehen" oder "heraus finden" heißen? Beim Lesen vieler Zeitungen ist man geneigt, diese Schreibweisen zumindest für zulässig zu halten. Kann man gar mit der Behauptung, zweie könnten nach heutiger Regel nur zusammenkommen, indem sie "zusammen kommen", konservative Herrschaften schockieren? Man kann: Mit diesem und anderen falschen Beispielen polterte am Tag vor Weihnachten in der FAZ ein emeritierter Juraprofessor auf einer ganzen Seite gegen die Reform.
: die stimme der korrektur. die tageszeitung, , nr. 6648, s. 11, Meinung und Diskussion, Glosse
Was spricht dagegen, "hundert Euros" wie "hundert Pesos" zu sagen? […] Darf die EU-Bürokratie in Brüssel das regeln, wenn Konservative sogar schon einen bayerischen Kultusminister attackieren, weil er die Rechtschreib­reform durchgesetzt und sich angemaßt hat, ins Deutsche einzugreifen? […] Letzte Woche wurde angeblich der Groschen abgeschafft, dabei ist er das schon seit hundertdreißig Jahren. Vermutlich ergeht es ihm wie dem "ß", von dem auch viele glauben, es sei abgeschafft.

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