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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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2020-4-13
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Geissler, Cornelia

: Schreiben kann jeder. Der Zwischenbericht über die Rechtschreibreform weckt populistische Forderungen. Berliner Zeitung, , Meinung
Da werden Änderungen erwartet. Die Kritiker deuten dies bereits als Reform der Reform. Die Ver­fasser des Regel­werks erklären solche Nach­besserungen für normal, weil die Übergangsfrist zur Einführung der Regeln noch bis 2005 läuft. […] Es kann einem nur logisch erscheinen, dass sie sich in dieser Frist noch nicht durchgesetzt hat. Die Mehrzahl der Deutschen kauft auch nach allen Nachrichten über BSE und Anti­biotika weiterhin Fleisch aus der Massentier­haltung. […] Die Neu­regelung der deutschen Recht­schreibung sollte vereinfachen, das war das Anliegen ihrer Schöpfer. Zunächst hat sie tatsächlich verwirrt. In ein paar Jahren sieht das vielleicht ganz anders aus.
: Flucht aus Berlin. Reinhard Jirgl und das Scheitern an der "atlantischen Mauer". Berliner Zeitung, , Sonderbeilage
Jirgl verwendet ein spezielles Zeichensystem für Konjunktionen, folgt eigenen Regeln bei Interpunktion und Orthografie. Tatsächlich aber ist das nur eine scheinbare Hürde. Nach wenigen schon findet man sich in dem System zurecht, erkennt die Unterschiede zwischen "u" und "&", "oder" und "od", versteht, warum Ausrufezeichen vor Wörtern kleben[,] und entziffert ohne Mühe manche den Lauten folgende Schreibung. Man gewöhnt sich daran wie an die Zeitung nach der Rechtschreib­reform. Die Lautmalerei ist oft von einleuchtender Logik, so, wenn von der "Fiesiognomie" Berlins die Rede ist und "Rotstift-Mülljöh" die Senatspolitik charakterisiert.
: Protestieren strengt an. Berliner Zeitung, , Feuilleton
In zwei Radiosendern ist derzeit der Schauspieler Manfred Krug zu hören, der mit witzigen Spots die Berliner dazu einlädt, sich in die Listen einzutragen. Er ist allerdings der einzige von 150 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur, der auf die Bitte des Berliner Vereins für deutsche Rechtschreibung und Sprachpflege e.V., sich mit Spenden oder Argumenten dem Protest anzuschließen, reagiert hat. […] Gestern stellte der Berliner Hochschularbeitskreis "Kulturelle Selbstbestimmung" seinen Aufruf, sich dem Volksbegehren anzuschließen, vor. Unterzeichnet wurde er von 110 Berliner Professoren. Das klingt beachtlich, und mag auch die erhoffte Vorbildwirkung haben. Doch hatte der Arbeitskreis den Text an 2200 Professoren verschickt.
: Eine Handvoll Kängurus. Berliner Zeitung, , Feuilleton, Tagebuch
Jetzt endlich legt die Darmstädter Akademie ihren "Vorschlag zur Neuregelung der Orthographie" vor. […] Die Einwände gegen die Reform sind tatsächlich nicht gravierend, aber durchaus bedenkenswert. Das sieht ganz nach einer möglichen Versöhnung aus.

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