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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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2020-4-13
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Geldner, Andreas

: Arbeit für Gerichte. Rechtschreibreform ohne Ende. Stuttgarter Zeitung, , 55. jg., nr. 288, s. 3, Die dritte Seite
Bewundern wir einfach unvoreingenommen die Hartleibigkeit der Anhänger der alten Orthografie. Niederlagen gibt es für sie nicht, wo es um die recht geschriebene Sache geht.
: Noch mehr Irrsinn. Stuttgarter Zeitung, , s. 3, Die dritte Seite
Erwachsene, die keiner zwingt, die neuen Regeln anzuwenden, haben entschieden: 312000 Schüler, die ohne Probleme seit zwei Jahren nach den neuen Regeln lernen, müssen als einzige in der Republik mitten im Schuljahr eine Rolle rückwärts machen. […] Niemand muß die neuen Regeln lieben, und jeder wird zustimmen, daß man sie frühzeitig hätte stoppen können. Aber kein tatsächlicher oder vermeintlicher Buchstabennotstand rechtfertigt jetzt noch das von den Gegnern zu verantwortende Chaos.
: Porträt der Woche. Das Dreierles-S. Stuttgarter Zeitung, , Politik
Ohne den Streit um das ß verlöre der verbissene Kampf um die Rechtschreib­reform ganz sicher einiges von seinem Schwung. Die neuen Bestimmungen um den Gebrauch von ß und ss sind buchstäblich der einzige Teil der neuen Regeln, der Texte schon auf den ersten Blick verändert. […] Wie fest wir in unserem Land zum ß stehen, fällt schon beim Blick auf die schriftlichen Zeugnisse unserer Schweizer Nachbarn auf. […] Schon 1938 haben die Schweizer diesen Buchstaben amtlich ausgerottet — und das wohl nur, weil sie auch die Schreibmaschinen aus dem französischsprachigen Landesteil benutzen wollten. Das haben sich nicht einmal die Rechtschreib­reformer getraut.
: Freibrief der Verfassungsrichter. Stuttgarter Zeitung,
Nein, das war er leider nicht, der endgültige juristische Schlußstrich unter den jahrelangen Streit um die Rechtschreib­reform. […] Bemerkenswerter als die Frage, wie denn die eine oder andere Schreibregelung zu bewerten sei, ist freilich das Schlaglicht, das der Streit um Buchstaben auf die politische Kultur in unserem Lande geworfen hat. Er hat die deutsche Unfähigkeit zum Dialog jenseits der Gerichtssäle auf deprimierende Weise offenbart. Das liegt vor allem am Kreuzrittertum der Reformgegner, aber auch an der Trotzigkeit der Kultusminister.

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