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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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2020-4-13
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Goebel, Annette

: «Ein Ärgernis.» Eine BaZ-Korrektorin über die Reform. Basler Zeitung, , s. 7, Schweiz, Tagesthema (502 wörter)
In der BaZ gibt es eine Abteilung Korrektur. Dort arbeiten die Hüterinnen und Hüter der Rechtschreibung. Rosmarie Ujak ist seit 26 Jahren BaZ-Korrektorin, sie kennt die Zeit vor der Reform und danach. […] Früher hiess es: Im Zweifelsfall schreibt man gross. Also: «Er hat Recht.» Heute schreibt man im Zweifel eher klein: «Er hat recht.» Was soll daran logischer sein? Auch die neuen Trennungsregeln sind eher eine Katastrophe, die versteht kein Mensch.

«Im Zweifelsfall schreibt man gross» hat zum glück noch nie gegolten. Und wie ist das mit «vor der Reform und danach»? Bei diesem beispiel ist beides richtig, vor der reform nur die kleinschreibung.

: Widerstand gegen eine Reform, die längst da ist. Basler Zeitung, , 163. jg., nr. 167, s. 2, heute (339 wörter)
Niemand kann sich so über die neue Rechtschreiberegeln aufregen wie die Deutschen.
: «Das war doch nur ein Reförmchen.» Basler Zeitung, , 163. jg., nr. 167, s. 2, heute (733 wörter)
Die Rechtschreibreform tritt am 1. August endgültig in Kraft. Peter Gallmann ist einer der neun Schweizer im Rat für deutsche Rechtschreibung. […] Peter Gallman […] sieht einen an, wie er es an diesem Vormittag in einem Schaffhauser Café noch öfter tun wird: mit einem unbe­eindruckten, festen Blick. So furchtbar viel habe man da doch nicht reformieren müssen: «Von der Grundsubstanz her ist die deutsche Rechtschreibung ja in Ordnung.» Er selber hätte es gern noch radikaler gehabt: durchgehende Kleinschreibung wie im Englischen. […] In der Schweiz wird kaum über die Rechtschreib­reform geschimpft. Weil die Schweizer nicht so regelfixiert sind wie die Deutschen? Zu Sprachnormen jedenfalls hätten sie eine andere Einstellung, sagt Gallmann: «Durch die Dialekte sind sie vertraut mit sprachlicher Varianz und Vielfalt.»
: Proteststurm im Sommerloch. Basler Zeitung, , s. 3, Tagesthema (496 wörter)
Das Machtwort von Springer-Verlag («Welt» und «Bild»), «Spiegel» und «Süd­deutscher Zeitung», die nun ankündigten, zur alten Recht­schreibung zurück­zukehren, kam jedenfalls ziemlich spät - und wurde dafür mit dem heroischen Gestus eines Fahrgastes vorgetragen, der angesichts eines hoffnungslos unfähigen Zugführers und eines sich in rasender Geschwindigkeit nähernden Abgrunds die Notbremse zieht. […] Nun herrscht gerade Sommerloch, die ideale Jahreszeit für leidenschaftliche Medien­auftritte. […] Sobald die technischen Voraussetzungen geschaffen sind, wollen Springer, «Spiegel» und «Süddeutsche» zur alten Rechtschreibung zurückkehren - aber nicht ganz. Denn Reform­vorschläge, die als «sinnvoll» erachtet wurden, könnten durchaus beibehalten werden, hiess es im «Spiegel» und in der «Süddeutschen». Nach richtiger Rückkehr klingt das nicht. Eher nach Reform der Reform.

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