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Hartmann, Stefan

neu : Die Zerstörung der deutschen Sprache. (Stefan Hartmann), , blog (4418 wörter)
[…] ein gewisser Sprachelitismus, dem wiederum eine Fehl­konzeption von Sprache zugrunde­liegt, die eng mit der Vorstellung zusammen­hängt, dass Sprache statisch sei: nämlich die Idee, dass es ganz klar richtige und falsche Formen gibt. Auch hier sind wir teilweise durch den Schul­unterricht vor­geprägt: Wir denken über Sprache im Sinne von Normen nach. Wir fragen uns, was das standard­sprachlich Richtige ist. Und tat­sächlich gibt es ja auch Normen, die teil­weise verbindlich sind – sowohl in der Schule als auch in Behörden müssen wir uns weit­gehend an ver­bindliche Regel­werke halten. Das gilt vor allem für die Schrift­sprache, wo es amtliche Rechtschreib­regeln gibt. Auch diese gelten aber natürlich nur in offiziellen Kontexten – wenn eine Privat­person beschließt, von nun an nur noch klein zu schreiben, dann kann sie das tun, und wenn ein privat­wirtschaftliches Unter­nehmen beschließt, ab sofort sein eigenes Regelwerk ein­zuführen, weil es die amtlichen Rechtschreib­regeln für doof hält, hindert es auch niemand daran.

«… sowohl in der Schule als auch in Behörden müssen wir …» Wir? Für eine grosse mehrheit der bevölkerung gilt bezüglich der schule «mussten», und nur eine kleine minderheit arbeitet bei einer behörde. Für letztere ist auch nicht die behörde entscheidend, sondern der (ebenso freiwillige wie weit verbreitete) status als angestellter. Dass sich die behörden hin­wiederum an die schul­recht­schreibung halten, ist verständlich, aber nicht zwingend, wie Bismarck und mehrere schweizer gemeinden gezeigt haben.


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