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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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Hauke, Frank

: Warum Volksbegehren scheiterte. Initiative gegen Rechtschreibreform: Senat und Initiatoren sehen unterschiedliche Gründe. Berliner Morgenpost, , Berlin
Der BVR sieht die Ursachen vor allem in dem Verfahren. Die 91 vom Senat eingerichteten Auslegestellen seien zu wenig und die meisten davon zu schlecht auffindbar gewesen. Der Senat, dem der BVR vorwirft, das Volksbegehren behindert zu haben, meint dagegen, daß die Rechtschreibreform die Berliner nicht interessiere.
: Manfred Krug nicht mehr auf Sendung. Medienanstalt stoppte seine Radiospots gegen die Rechtschreibreform. Berliner Morgenpost, , nr. 181, s. 10, Berlin
Die Behörden haben dem Volksbegehren gegen die Rechtschreibreform eine weitere Chance genommen. Radiospots mit Fernsehstar Manfred Krug, die für eine Eintragung in die Unterschriftenlisten warben, wurden jetzt von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg untersagt. […] «Der Senat weigert sich, auf unser Volksbegehren aufmerksam zu machen und erklärte, dafür seien wir als Initiatoren zuständig. Nun wird uns das verboten», klagt Holstein.
: Gegner der Rechtschreibreform unterlagen. Rechtsschutzlücke — Senat muß Volksbegehren-Prozedere nicht verändern. Berliner Morgenpost, , Berlin
Die Richter erklärten sich für nicht zuständig, dies sei vielmehr das Verwaltungsgericht. Doch das Verwaltungsgericht hatte sich bereits in einer Klage vor vier Wochen für unzuständig erklärt und auf das Verfassungsgericht verwiesen. «Dies ist eine Rechtsschutzlücke», sagte der Anwalt der Reform-Gegner, Jörg Seppelt. […] «Wir werden in den fünf Wochen, die uns jetzt noch bleiben, versuchen, das Unmögliche möglich zu machen», sagte Gernot Holstein, der das Volksbegehren vertritt.
: Am Volk vorbei. Berliner Morgenpost, , Berlin
Manchmal ist für Demokraten die Demokratie — zumindest wie sie praktiziert wird — schwer zu verstehen. […] Hat da jemand Angst vor dem Erfolg des Volksbegehrens?
: Neue Rechtschreibung ab 1999 in Behörden. Reformgegner kündigen Widerstand an und berufen sich auf das Bundesverfassungsgericht. Berliner Morgenpost, , Berlin
Die Rechtschreibreform soll zum 1. Januar 1999 in den Berliner Behörden umgesetzt werden. Das hat der Senat aufgrund einer Vorlage des scheidenden Innensenators Jörg Schönbohm beschlossen. Diese Entscheidung trifft auf heftigen Widerstand der Initiativen gegen die Reform. Sie halten den Beschluß für rechtswidrig. […] Hintergrund des Streits ist ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 14. Juli 1998. Darin heißt es unter Bezug auf die Rechtschreibreform: «Soweit dieser Regelung rechtliche Verbindlichkeit zukommt, ist diese auf den Bereich der Schulen beschränkt. Personen außerhalb dieses Bereichs sind rechtlich nicht gehalten, die neuen Rechtschreibregeln zu beachten und die reformierte Schreibung zu verwenden. Sie sind vielmehr frei, wie bisher zu schreiben.» […] Der «Berliner Verein für deutsche Rechtschreibung und Sprachpflege» und die Bürgerinitiative «Wir sind das Rechtschreibvolk» beziehen dies ausdrücklich auch auf Angestellte im öffentlichen Dienst und Beamte.

Einmal mehr haben die reformgegner die juristerei entdeckt, ohne etwas davon zu verstehen. Dass angestellte und wohl auch beamte so zu schreiben haben, wie der chef es will, ergibt sich schon aus dem privatrecht oder aus der volksweisheit: Wer zahlt, befiehlt.


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