willkommen
kontakt
impressum
suchen

Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

presseartikel → autoren
ortografie.ch ersetzt sprache.org ortografie.ch ersetzt in zukunft sprache.org

neue personensuche

Herrmann, Ralf

: Rechtschreibrat macht Weg für großes Eszett in amtlicher Rechtschreibung frei. , , Fachartikel
In den bereits vorab durch­geführten An­hörungen im deutsch­sprachigen Raum wurde dem Vorschlag bereits ohne Einwände zugestimmt. Das Goethe-Institut begrüßt den Vorschlag zum Beispiel aus­drücklich und schließt sich »voll­umfänglich« an. Die Schweiz und Liechten­stein ent­hielten sich, da sie das Eszett bekanntlich generell nicht ver­wenden.
: Nach welchen Regeln setzt man heute gebrochene Schriften? , , Fachartikel (2549 wörter)
Man kann einem deutschen Text bedenkenlos eine der tausenden erhältlichen Schriftarten zuweisen – außer es handelt sich um eine gebrochene Schrift. Dann wird man alsbald ermahnt werden, dass gebrochene Schriften andere typografische und orthografische Satzregeln erfordern. […] Doch warum ist dies so? […] Die Antwort lautete dann in etwa »weil das früher so war« beziehungsweise »weil diese Schriften mal so gedacht waren« […]. Nun sind wir im 21. Jahrhundert angekommen und die Realität der Schrift­satz­konventionen gebrochener Schriften sollte neu bewertet werden. […] Es kommt also darauf an, was üblich ist, nicht »was früher einmal war«. Die klassischen Fraktursatz-Konventionen sind für die Mehrheit der deutsch­sprachigen Bevölkerung heute kein Teil der normalen Lese-Erfahrung mehr und auch gelegentliche Anwendungen werden das Rad der Zeit nicht wieder zurückdrehen. Und somit werden die historischen Konventionen eher zu einem Lese­hindernis – allein durch die Tatsache, dass man sie nicht mehr erwartet. Das mag so manchen Schriften­freund schmerzen, doch es lässt sich einfach nicht leugnen. […] Wer heute gebrochene Schriften benutzt, hat die Wahl zwischen mehreren Varianten, je nachdem, worauf die Priorität liegen soll: auf der optimalen Lesbarkeit oder einer möglichst traditionellen Anmutung. […] Wenden Sie also einfach alle aktuellen Rechtschreib­regeln an und weisen Sie ihrem Text lediglich eine gebrochene Schrift zu – genau so, wie es auch in allen anderen Ländern des lateinischen Schrift­systems gemacht wird. Lassen Sie sich nicht von einzelnen sagen, dass dies falsch wäre.
: Das Märchen von den deutschen Schriften, Teil 2. , , Fachartikel (1995 wörter)
Der Grundtenor […] ist: die gebrochene Druck- und Schreibschrift ist die eigentliche deutsche »Volksschrift«, so wie die griechische Schrift die Volksschrift der Griechen ist oder das Kyrillische die Volksschrift der Russen. Und während es scheinbar normal ist, dass Völker über Jahrhunderte an ihren Schriften festhalten, tanzen nur die deutschsprachigen Länder […] aus der Reihe und geben ihre Volks­schrift ohne Not auf. »Rück­schritt und kulturelle Verarmung« sind laut des Bundes für deutsche Schrift und Sprache die Folge. […] Weder ist das verwendete Schrift­system etwas speziell deutsches […]. Noch ist der generelle Schriftstil der gebrochenen Schriften eine deutsche Erfindung […]. Die gebrochenen Schriften sind kein eigenständiges Schrift­system, das unlesbar wird, wenn man es nicht mehr täglich benutzt. Gebrochene Schriften sind einer von vielen Schrift­stilen innerhalb des lateinischen Schrift­systems […]. Die deutsch­sprachigen Staaten haben »ihre Schrift« also nicht – zum Beispiel im Gegensatz zu Griechenland – aufgegeben. Die deutschsprachigen Staaten hatten schlicht nie eine dem griechischen Alphabet vergleichbare Schrift. Sie nutzten lediglich etwas länger als ihre europäischen Nachbarn einen Schriftstil des lateinischen Schriftsystems, der sich historisch überlebt hat und den im 21. Jahrhundert die große Mehrheit der Bevölkerung auch nicht mehr als Verkehrs­schrift oder Zweitschrift zurückhaben möchte.
: Das Märchen von den Deutschen Schriften. , , Fachartikel (1873 wörter)
Die Speerspitze der Verfechter gebrochener Schriften wurde der 1918 gegründete Bund für deutsche Schrift. »Deutsches Volk – deutsche Schrift« – das Flugblatt spricht Bände. […] Der Verein existiert heute wieder als »Bund für deutsche Schrift und Sprache« und der Kampf um das »kostbare Erbgut« deutschen Schrift­schaffens und gegen die »gefühlsarme Antiqua« geht unvermindert weiter. Auch das Vereinsheft »Deutsche Schrift« erscheint wieder regelmäßig – natürlich in gebrochenen Schriften und alter Recht­schreibung. […] Ein zentrales Argument der Verfechter gebrochener Schriften besteht darin, dass sich die generelle Gestalt und die Buchstaben selbst mit der deutschen Sprache oder gar für die deutsche Sprache entwickelt hätten, während die Antiqua »den Eigenarten und Bedürfnissen der deutschen Sprache nicht vollständig angepaßt werden« könne […]. Die gebrochenen Schriften haben historisch nichts mit der deutschen Sprache zu tun. Ihr genereller Charakter […] entstand nicht für die Darstellung deutscher Texte.

neue personensuche