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2020-4-13
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Hotzenköcherle, Rudolf

: Grundsätzliches zur Orthographiereform. Neue Zürcher Zeitung, , nr. 1712 (31), blatt 3, s. A09 bis A10, Literatur und Kunst
Der Erreger Orthographie­reform ist in Nach­kriegs­zeiten immer besonders vi­rulent. Als in den auf­gewühlten Jahren nach 1945 vor allem in Deutschland und Oesterreich der alte Ruf nach Ortho­graphie­reformen aus der Ab­geschlos­senheit von mehr oder weniger sek­tiererisch anmutenden Reform­bünden, von Berufs­verbänden des graphischen Gewerbes, von Lehrer­konventen immer vernehmlicher in die Oeffentlichkeit herübertönte, sich zu massiven Eingaben an die Behörden verdichtete und diese sogar bei uns zu orientierenden Schritten veranlaßte, zeichnete sich die Gefahr einer un­kontrolliert los­brechenden, alle Grenzen von Vernunft und Herkommen über­spülenden Reform­sturmflut ab. […] Die Behauptung, die deutsche Ortho­graphie bedürfe heute einer Reform an Haupt und Gliedern, betrachten wir als maßlose Ueber­treibung. Das schließt nicht aus, daß auch nach unserm Dafür­halten an vielen Stellen des ortho­graphischen Systems Anlaß zu Aus­besserungen besteht, welche seine Hand­habung wesentlich erleichter würden. Ueber ihre Dringlichkeits­hierarchie kann man in guten Treuen verschiedener Meinung sein; den wünschbaren Gesamt­umfang setzen wir persönlich wesentlich niederer an als die Mehrzahl auch der Schweizer Teilnehmer an der Stuttgarter Arbeits­gemeinschaft.

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