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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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Jähner, Harald

neu : Furchtbar traurig. Berliner Zeitung, , Feuilleton (368 wörter)
Verunsicherung, Resignation, Verlust des Vertrauens in die soziale Kommunikation und schließlich Gleich­gültigkeit – diese Grund­übel der deutschen Misere finden in der über­flüssigen Rechtschreib­reform ihren symbolischen Ausdruck. "Das alles ist er­schreckend und traurig", sagt dazu Herr Wulff. Das Er­staunliche ist: Herr Wulff ist Minister­präsident.
neu : Hauptsache, wir verstehen uns. Berliner Zeitung, , s. 23, Feuilleton (356 wörter)
Die Deutschen erleben acht Jahre nach der Einführung der neuen Rechtschreib­regeln ein Fiasko. Über die Hälfte von ihnen hat das Emp­finden, nicht mehr recht schreiben zu können.

Über die hälfte wusste schon immer nicht, wie man «Le­bensstan­dard» oder «Rhythmus» schreibt. Die entscheidende frage ist nun, auf welche hälfte sich Jähner bezieht.

: Worte wie Bojen. Der deutschen Sprache geht es besser denn je; ein Sprachschutzgesetz würde das ändern. Berliner Zeitung,
Auch heute schadet dem Deutschen der häufige Gebrauch von amerikanischen Begriffen nicht. Im Gegenteil: Der deutschen Sprache geht es, sieht man mal von der Rechtschreibreform ab, gut wie schon lange nicht mehr.
: Meine Gelassenheit ist nicht rauszukriegen. Kulturstaatsminister Nida-Rümelin äber die Kultur aus dem Blickwinkel praktischer Vernunft. Berliner Zeitung, , nr. 9, 57. jg., s. 13, Feuilleton
Mich hat verblüfft, wie wichtig dieses Thema genommen wurde. Ich glaube nicht, dass diese Rechtschreib­reform zwingend notwendig war, man hätte es auch lassen können. Ich glaube auch, dass manche Regelungen überflüssig waren, insbesondere das Stammprinzip, was ja sowieso nicht durch­gehalten wird, sonst müsste man Eltern mit "Ä" schreiben. Bei der Groß- und Kleinschreibung ist mir in der Tendenz das Ergebnis der Rechtschreib­reform sympathisch, aber mitunter gehen da Differenzierungen verloren. Dass "dass" mit Doppel-S geschrieben wird, finde ich ganz vernünftig, und dass "Schifffahrt" mit drei F geschrieben wird, ist jedenfalls für Kinder plausibler, weil die gerade gelernt haben, dass zwei plus eins drei ergibt.
neu : Babylon siegt. Berliner Zeitung, , Meinung (634 wörter)
Die Rechtschreib­reform aber erfand Schreib­weisen, die nie in Gebrauch waren und bis heute jeden emp­find­samen Leser irritieren. In ihrem Mangel an Respekt vor der Schönheit und dem oft verborgenen Ei­gensinn sprachlicher Konventionen schuf sie büro­kratische Konstruktio­nen, die außer den wehr­losen Kindern kaum jemand annimmt. Und so kommt es, wie es kommen muss: Auch die letzte büro­kratische Monster­anmaßung des 20. Jahr­hunderts scheitert.

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