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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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2020-4-13
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Jandl, Paul

: Mensh, Schne ... mit Kafka gegen Rechtschreibung. Welt Online (), , Kultur, Literarische Welt
Mit 1850 Fehlern in einer – angeblich von der EU geförderten – Kafka-Ausgabe protestieren Bildungs-Guerilleros gegen das österreichische Schulsystem. […] Gezählte 1850 Fehler hat die Wiener Gruppe „The BirdBase“ eigens in Kafkas Roman hinein­montiert […]. Auf die miserable Bildungs­lage im Pisa-berüchtigten Österreich wollten die Guerilleros von „The BirdBase“ hinweisen, darauf, dass es den Lesern bald egal sein werde, ob die Orthografie stimmt, weil sie sie selbst gar nicht mehr beherrschen.
: Staatssprache Österreichisch. Ein Rechtschreibmanifest der Dichter. Neue Zürcher Zeitung, , 225. jg., nr. 192, s. 41, Feuilleton (497 wörter)
«Keine deutsche Rechtschreib­reform mehr!» Jetzt proben einige österreichische Schriftsteller den Aufstand und fordern Unerhörtes: «Österreichisch» als eigene Sprache. Robert Schindel, Marlene Streeruwitz, Christian Ide Hintze und der Wiener Poet Roland Neuwirth haben sich zusammengetan, um ein Manifest auszuarbeiten […]. Auch Elfriede Jelinek und Alois Brandstetter haben bekanntgegeben, eine allzu grosse Abhängigkeit von deutscher Normierung zu empfinden. Peter Henisch sympathisiert mit dem Manifest, verwahrt sich aber doch gegen heimattümelnde Tendenzen. Robert Menasse hat in der «Süddeutschen» angekündigt, weiterhin «das grosse, weite und tiefe Deutsch» schreiben zu wollen, «das die Reformer nicht verstehen». Auf der Seite der Befürworter der neuen Rechtschreibung finden sich Wolfgang Bauer (er nennt sie «liebenswerter» als die alte) und Franzobel, dem die Änderungen jedoch nicht weit genug gehen.
: Das Lockenwicklerische ihres Tuns. In Wien tagt der 10. Internationale Germanistenkongress. Neue Zürcher Zeitung, , nr. 215, s. 65, Feuilleton
Das wahre Politikum bleibt indes die Rechtschreib­reform. Die Missgünstigen sehen in den duden­gemässen Veränderungen überhaupt eine Sprach­reform, ein politisches Diktat, und nicht die Ver­einfachung der Schreibung. Diese Ver­einfachung hat wahrlich ihre Tücken, der Varianten­reichtum erleichtert den Umgang mit der ge­schriebenen Sprache eben gerade nicht.
: Sommeraufregung. Rechtschreiben in Österreich. Neue Zürcher Zeitung,
Die Politik hat sich auch eingeschaltet. Die Freiheitliche Partei fordert, die Rechtschreib­reform abzublasen, der SPÖ geht sie ebenso zuwenig weit wie den Grünen: «die einführung der kleinschreibung sollte auf der tagesordnung stehen.»

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