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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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2020-4-13
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Kamann, Matthias

: Neuer Streit um Rechtschreibung. Welt am Sonntag (, , nr. 41, s. 1 (103 wörter)
Erst ab der dritten Klasse erlernen die Kinder die richtige Schreibweise. Kritiker warnen, so werde Schulversagen programmiert.
: Überfällige Reform-Korrektur. Die Welt, , s. 8, Forum, Kommentar (238 wörter)
Die Floristin eröffnete "Gaby's Blumenladen", DaimlerChrysler führte die Doppelgroßschreibung ein, und 60 Jahre nach Kriegsende wurde "den Opfern gedacht". Doch statt zu überlegen, wie solchem Sprachverfall zu wehren ist, haben ihn unsere Kultusminister sowie die in Österreich und der Schweiz sich für zuständig Erklärenden beschleunigt, indem sie einen bald 20 Jahre währenden Streit um die Rechtschreibreform führten.
neu : Die Freiheit des Schreibens. Die Welt, , Forum, Leitartikel
Im gesamten E-Mail-Verkehr, der für viele zur wichtigsten Form der Schriftlich­keit geworden ist, sind die Regeln der Groß- und Klein­schreibung weit gehend außer Kraft gesetzt, statt "ä" schreibt man mit Rücksicht auf englisch­sprachige Computer­systeme "ae", genauso wird das "ß" durchs "ss" ersetzt. Die Praxis schafft sich informell Regeln, und niemand interessiert sich für den Glaubens­krieg, den Sprach­pfleger und -reformer zu gleicher Zeit darüber führen, ob man "nichts sagend" oder "nichtssagend" oder "Nichts sagend" schreiben solle und wie man es denn wohl beim (sinnlosen) Superlativ "am nichts­sagendsten" zu halten habe.
neu : Rechtschreibung für freie Bürger. Die Welt, , Forum, Leitartikel (607 wörter)
Die Sprache lässt sich nicht per Logik und bildungs­reformerischem Gerechtigkeits­anspruch bis in die kleinste Regung hinein staatlich reglementieren. […] Warum überlässt man bestimmte Zweifels­fälle der Getrennt- und Zusammen- sowie der Groß- und Klein­schreibung nicht der Eigen­verantwortlich­keit der Deutschen? […] man […] verzichte […] auf die Komma-Haar­spaltereien beim erweiterten Infinitiv und aufs Hinein­prügeln von Ka-tze statt Kat-ze. Dies überlasse man dem Einzelnen, ebenso Schreibungen wie „Schifffahrt“, „aufwändig“ oder „fantastisch“. Warum nicht zwei Möglichkeiten zulassen? Im Zweifel werden sich verantwortungs­bewusste Bürger schon selbst helfen.

Abgesehen vom falschen beispiel «Ka-tze», hat der autor recht: Der freie bürger kann selbst entscheiden. Nur war das schon immer so. Der staat reglementiert nur für die schule.

neu : Lesen und Schreiben in der Grauzone. Was die Rechtschreibreform mit dem Sozialstaat verbindet. Die Welt, , Feuilleton (478 wörter)
Da nun die Rechtschreib­reform nicht das einzige gescheiterte Projekt der Neuregulierung ist, sondern sich in jene lange Schlange einreiht, in der auch Stadt­planung, Sozial­staat und Frauen­quote stehen, so wäre zumindest zu überlegen, ob man hier nicht ähnlich verfahren sollte, wie es für jene und andere Bereiche vor­geschlagen wird. Dort wird nach dem Scheitern der großen Reform­projekte nicht einfach eine Rückkehr zu Vorkriegs­ordnungen gefordert. Vielmehr seien die Spielräume des Einzelnen zu vergrößern. Müssen wir wirklich festlegen, ob man Pleite geht, pleitegeht oder pleite geht? Warum sollen wir die "f"s in Schifffahrt zählen?
: Lebendige Sprache. Die Rechtschreibreform hat durch Regelaufweichung einen Beitrag geleistet — Glosse. Die Welt, , nr. 150, s. 29, Feuilleton
Zu dieser Entwicklung in lebendiger Vielfalt — in der auch der Eigensinn einer Frankfurter Tages­zeitung und einiger Buch­verlage einen gern zuerkannten Platz findet — hat die Rechtschreib­reform durch Regel­aufweichung einen wesentlichen Beitrag geleistet. Sie ist eines der wenigen Deregulierungs­projekte, die den Deutschen gelungen sind.

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