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Klaffke, Oliver

neu : Vom Nutzen des angeblich Nutzlosen. Die Universität Bern ist ein Zentrum der tibetischen Sprachforschung. Neue Zürcher Zeitung, , nr. 60, s. 98, Zeitfragen
Weltweit widmen sich vielleicht hundert Forscher dem Studium der Geschichte der tibetischen Sprache. Einer dieser Experten, Roland Bielmeier, wohnt in Biel und lehrt an der Universität Bern. […] Die Frage, was ihn denn an seinem Fachgebiet besonders fasziniere, be­antwortet er mit dem Hinweis, dass es die Methoden der ver­gleichenden Sprach­wissenschaft erlauben, einen Blick zurück auf das Tibet des Jahres 700 zu werfen. […] in keiner andern Sprache findet man eine ver­gleichbare historische Tiefen­dimension wieder. Grund dafür ist, dass sich in der tibetischen Schrift die Orthographie in den letzten 1300 Jahren so gut wie nicht verändert hat. Während chinesische Schrift­zeichen keinen Rückschluss auf die Aussprache eines Wortes zulassen, schrieb man in Tibet so, wie man sprach. Im Laufe der Zeit hat sich dann die gesprochene Sprache von der ge­schriebenen entfernt, ähnlich wie im Englischen, wo zwischen den Buchstaben und den Lauten bisweilen eine erhebliche Differenz bestehen kann […].

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