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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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2020-4-13
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Läubli, Martina

: Das ewige Lied vom Untergang der Sprache. , , Panorama
Mit der deutschen Sprache geht es bergab. Wie ein Gespenst geistert diese Befürchtung seit Jahr­hunderten durch die Medien und durch die Köpfe, neustens wiederbelebt in einem Warn­ruf der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Unter dem Titel «Studenten können keine Rechtschreibung mehr» berichtete eine Politikdozentin vom Sprachnotstand an deutschen Universitäten. […] Der Artikel löste eine Flut von Kommentaren aus, die den Mangel an Sprachkompetenz, die Nachlässigkeit im Bildungs­system und den Untergang des Abendlandes beklagten. […] Angesichts der Dramatik dieses «Sprachnotstands» und der spürbaren Emotionen in der Diskussion, stellt sich die Frage, ob die Lage tatsächlich so ernst ist. Handelt es sich bei der Verschlechterung der Sprachkenntnisse heutiger Studierender um eine auf Tatsachen basierende Beobachtung oder um eine Angst, die von Medien stets neu geschürt wird. Christa Dürscheid, Linguistik­professorin an der Universität Zürich, kommt das Thema bekannt vor: «Empirische Untersuchungen widerlegen einen Sprachzerfall. Trotzdem verstummt die Sorge um die Sprache nicht.» […] Die Defizite bei Recht­schreibung und Zeichen­setzung führt die Sprachwissen­schaftlerin auf das grundsätzliche Problem mangelnder Norm­beherrschung zurück.

Grundsätzliches problem mangelnder norm­beherrschung? Ja! Die schlechte nachricht: Die menschen beherrschen die norm grundsätzlich nicht. Die gute nachricht: Die norm wurde von menschen gemacht und kann von den menschen geändert werden. Oder meint Christa Dürscheid, man solle weitere hundert jahre versuchen, den menschen an die norm anzupassen?


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