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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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Lauterbach, Jörn

: Haben Sie heute schon gehunken? Die Welt, , nr. 43, Literarische Welt, s. 2, Porträt
Bastian Sick kennt die Fallstricke der verflixt schwierigen deutschen Sprache. […] Er ist der freundliche Deutsch­lehrer der Nation. […] Sein Vorteil: Er ist einer der wenigen, die die Regeln tatsächlich noch beherrschen. Das reicht heut­zutage, nach all' den verwirrenden Debatten über Rechtschreib­reform und reformierte Rechtschreib­reform, über PISA und Unterschichten­deutsch schon aus, um respektiert zu werden. […] Der Bedarf nach dem Thema Sprache ist riesig, vermutlich gerade weil die Rechtschreib­reform und die sie begleitende Diskussion so lang und undurch­sichtig war. Sicks Erfolg ist ein Kollateral­schaden der allgemeinen Sprach-Ver­unsicherung, die die einen nutzen, um völlig regelbefreit vor sich hin zu fabulieren, andere aber bis ins Mark trifft.
: Die FAZ steht vor einer Schockwelle der Veränderungen. Mit Jeske und Barbier gehen die Grandseigneurs der Redaktion; als weitere Sparmaßnahme soll das defizitäre Anzeigenblatt "Sunny" eingestellt werden. Die Welt, , Medien
Viele spüren die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen, wenn sie das Altertümliche ihrer Zeitung pflegen wie die Großmutter ihr Amulett — eine Schimäre im Schrein der Erinnerung, ein rheinisches Bieder­meier inmitten der Berliner Republik. Daran hat Schirrmacher mit sicherem Instinkt für die eigene Kulturkrise gerüttelt und ist spektakulär gescheitert. Die Blamage zeigt, inwieweit die Un­veränderlichkeit in der Form, in den Maßstäben, im Ort, in der Sprache, die als einzige noch der alten deutschen Recht­schreibung huldigt, Stärke und Schwäche zugleich ist. Sie bindet die alten und treuen Leser zur verschworenen Gemeinschaft. Aber sie lässt sie zugleich mit sich ersticken. Gäbe man andererseits aber den Wünschen einer jüngeren Leserschaft nach, verlöre man sich selbst. Die FAZ steckt im Dilemma alter Tanten, denen die Alternative zwischen Arsen und Spitzen­häubchen bleibt.

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