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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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Loew, Günter

neu : Eigentlich ein Verfassungsbruch der Kultusminister. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 127, s. 10, Briefe an die Herausgeber (837 wörter)
Die Sprachnation kann und wird es auf gar keinen Fall hinnehmen, daß die Politik auch noch die Regelungs­gewalt über die Sprache an sich reißt und sich dabei sogar über grund­legende Spiel­regeln der Demokratie hinwegsetzt. Die ortho­graphische De-facto-Gesetz­gebung der KMK (und des eben­falls be­teiligten Bundes­innen­ministeriums) verstößt nämlich auch noch gegen das Prinzip der Gewalten­teilung, weil die exekutive Gewalt keine legis­lativen Befugnisse besitzt und niemand sie gemäß Artikel 80 des Grund­gesetzes zum Erlaß von Rechts­verordnungen über die Ortho­graphie der deutschen Sprache ermächtigt hat.
: Der Mensch ist frei. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 48, s. 42, Briefe an die Herausgeber (599 wörter)
Die Verfassungsrichter räumen darüber hinaus auch ein, daß es mit der rechtlichen Verbindlichkeit der Rechtschreib­reform nicht weit her ist […]. Zumindest volljährige Schüler der oberen Klassen wird niemand zum Gebrauch der reformierten Ortho­graphie zwingen können.

Das war schon nach der reform von 1892/1903 so. Unsereins hat schon in jüngeren jahren die eigennamen­grossschreibung angewendet, andere haben dissertationen in fraktur abgeliefert; damals (und hier zu lande) sah man das nicht so verbissen.

: Tolldreiste Unverschämtheit. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 180, s. 6, Briefe an die Herausgeber (450 wörter)
Obwohl Zehetmair nach eigenem Bekunden inzwischen eingesehen hat, daß die Rechtschreib­reform ein Fehler war, weil die Politik für die Rechtschreibung überhaupt nicht zuständig ist, und tätige Reue versprochen hat, sind Taten von ihm anscheinend genausowenig wie von den übrigen Kultusministern zu erwarten. […] Da nicht damit zu rechnen ist, daß die Kultusminister ihre Vogel-Strauß-Politik […] aufgeben werden […], sollte man ihnen die Entscheidung aus der Hand nehmen. […] Es gibt Indizien, die dafür sprechen, daß die dpa solche Überlegungen anstellt […]. Sie sollte nach Rücksprache mit ihren Kunden sobald wie möglich handeln. Die ganze Sprachnation würde es ihr danken.

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