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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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Möcker, Hermann

: Geschoss. Der Sprachdienst, , 43. jg., s. 245, Aussprache
Hätte man die jetzige ß/ss-Schreibung bereits 1901 nach österreichischem Vorbild eingeführt, wäre es vermutlich nie zu dem phonetischen Chaos gekommen, von dem wir jetzt betroffen sind.
: Wer sagt, daß man Grüße als Grüs-se trennen soll? (Preisaufgabe aus Heft 6/1997). Der Sprachdienst, , 42. jg., nr. 5, s. 190195
Die Gründe, warum manche oder viele Schreiber glauben, ß beim Worttrennen in s-s auflösen zu müssen, dürften einerseits lang zurückreichende historische Ursachen haben, anderseits im Streben nach einer einfach scheinenden Schreibpraxis ohne lange phonologische Reflexionen liegen, und schließlich drittens im schreibtaktisch-psychologischen Bereich.
neu : den bock zum gärtner gemacht. Deutsche Rechtschreibung: Jüngste „Vorschläge zu ihrer Neuregelung“ – wenig Licht, viel Schatten. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 34, s. 7, Die Gegenwart (3114 wörter)
Der Arbeitskreis, der sich auf offizielle Aufträge berufen kann, hat vor der Wahl gestanden, entweder dem bisher gültigen amtlichen Regelwerk von 1902 (das nicht gerade ortho­graphischer Weisheit letzter Schluß war und das durch verschiedene Nachträge eher unübersichtlich geworden war) ein paar neue bunte Flicken aufzunähen oder das Regel­werk von 1902 durch ein neues zu ersetzen. […] Was nun seit der Frank­furter Buchmesse 1992 auf dem Tisch liegt, ist als künftige amtliche Regelung der deutschen Recht­schreibung gedacht. Den langen Bemühungen um eine Rechtschreib­reform Rechnung tragend, versichert der Arbeits­kreis, es sei darum ge­gangen, „durch behutsame Änderungen … die Systemhaftigkeit der Recht­schreibung und den Grad der Allgemein­gültigkeit ihrer Regeln zu erhöhen“ (S. XIII).
: "das/daß": Trennung seit 1333 nachweisbar. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , Briefe an die Herausgeber
Man muß sich damals wohl etwas ge­dacht haben, als Artikel/Pronomen "das" von der neuen Konjunktion "daß" rechtschreib­lich geschieden wurde.
: Wie läßt sich die Schreibung der S-Laute sinnvoll vereinfachen? Sprachspiegel, , 31. jg., nr. 5, s. 138 bis 140, Rechtschreibreform (ganzer artikel)
Das „scharfe S“ (ß) […] wird in be­stimmten (Auslaut-)Positionen wider­sprüchlich und will­kürlich auch nach kur­zem Vokal verwendet, z. B. die Fässer – das Faß. Es ergibt sich besonders beim Konjugieren der Verba ein stän­diges „Pendeln“ zwischen ss und ß, z. B.: ich fasse, du / er / ihr faßt, wir / sie fassen; ich faßte, habe gefaßt (statt: fassen – fasste – gefasst). Dieser Hokus­pokus bei der Um­wandlung von „ss“ in „ß“ nach kurzen Selbst­lauten muss endlich auf­hören; es handelt sich dabei um eine Rechtschreib­regel der Kurrent­schrift. […] Schon seit über 100 Jahren fordern verantwortungs­bewusste Rechtschreib­reformer die sogenannte „reduzierte ß-Schreibung“, welche das „scharfe S“ (ß) auf seine ur­eigenste Aufgabe be­schränkt: die Kenn­zeichnung eines „scharfen“ (stimmlosen) S-Lautes nach langem Selbst­laut und nach Zwielaut […]. Die Ab­schaffung des Längen­zeichens „ß“ und sein wider­sprüchlicher Ersatz durch das Kürze­zeichen „ss“ ist […] kein tauglicher Vor­schlag zu einer Rechtschreib­reform.

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