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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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2020-4-13
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Müller-Gerbes, Heidi

neu : Wider die These vom Sprachverfall. Professor Hoberg: Früher war die Jugend auch nicht besser. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 114, s. 73, Wiesbaden, Rheingau-Taunus (408 wörter)
Und was besagen die häufigen Tests der Rechtschreib­fähigkeiten der Jugend […]? Hoberg räumte ein, daß deren Ergebnisse den Anschein erweckten, als würden sie seit den zwanziger Jahren des vorigen Jahr­hunderts immer schlechter. Einzel­untersuchungen belegten aber, daß unsere Väter und Großväter die Orthographie auch nicht besser beherrscht hätten. Und vor Jahren hätten die Allens­bacher De­moskopen schon heraus­gefunden, daß Erwachsene und gerade auch ältere Menschen bei Rechtschreib­tests noch wesentlich schlechter abschnitten als die Jugend.
: Vision für Wiesbaden. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 105, s. 59, Rhein-Main-Zeitung
Wiesbaden solle sich künftig mit dem Titel "Stadt der deutschen Sprache" schmücken, hat Hoberg bei der Verleihung des Medienpreises vorgeschlagen […]. Klar, daß Wiesbaden sich eine solche Auszeichnung auch verdienen müßte. Daß das Stadtparlament kürzlich das "Binnen-I" aus dem amtlichen Wiesbadener Sprachgebrauch verbannt hat, war da schon ein respektabler Ansatz. Für eine "Stadt der deutschen Sprache" böte sich aber auch die Rückkehr zur bewährten "alten" Rechtschreibung an. Die auf so vielen Gebieten so schmerzlich vermißte überregionale Aufmerksamkeit wäre der Landeshauptstadt damit gewiß. Womöglich könnte Wiesbaden auf diese Weise ja sogar der Kultusminister­konferenz weiterhelfen. Der nämlich fehlt offenbar nur der Mut, ihre sogenannte Rechtschreib­reform für gescheitert zu erklären.

Das mit der überregionalen aufmerksamkeit hat etwas für sich, wie die schweizer gemeinden bewiesen, die zeitweise die eigennamengrossschreibung anwandten. Bewiesen wurde damit aber auch, dass es auch konstruktiv statt destruktiv geht.

: Das "Binnen-I" hat ausgedient. Wiesbadener Stadtverordnete schaffen die Schreibweise ab. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 102, s. 77, Wiesbaden, Rheingau-Taunus
Das "I" in seiner kapitalen Form hat künftig im amtlichen Wiesbadener Sprachgebrauch nur noch da etwas zu suchen, wo es der Duden auch heute noch, trotz Rechtschreib­reform, haben will: nämlich dort, wo alle anderen Lettern gemeinhin auch groß geschrieben werden dürfen. […] Der Wiesbadener Magistrat wird "ab sofort auf die Verwendung des ,Binnen-I' verzichten" müssen, wie es ihm die Stadtverordnetenversammlung vorgegeben hat.

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