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Nerius, Dieter

: Grundlagen, Ziele und Ergebnisse der Orthografiereform 1996–2006. Sprachreport (), , 38. jg., nr. 1, s. 8 bis 15 (3609 wörter)
Die jetzige Neuregelung von 1996 bis 2006 trägt ähnlich kompromiss­hafte Züge wie die alte Regelung. […] Anfang der 90er Jahre begann dann der politi­sche Entscheidungs­prozess […]. Das mün­dete dann in die Wiener Ortho­grafie­konferenz vom Juli 1996, auf der […] eine Orthografie­reform auf der Grundlage einer über­arbeiteten Fassung der Regelungs­vorlage des Arbeits­kreises be­schlossen wurde. Die über­arbeitete Fassung wich vor allem aufgrund einer Stellung­nahme der Kultus­minister­kon­ferenz und einer öffentli­chen Anhörung in Bonn im Mai 1993 darin von der ur­sprünglichen Fassung des Neurege­lungs­vorschlages ab, dass die vom Ar­beits­kreis empfohlene Einführung der „gemäßigten Klein­schreibung“ […] durch eine modifizierte Groß­schreibung […] ersetzt wurde. Die Einführung dieser Neu­regelung in den Schulen und in den Schreib­gebrauch der Behörden und da­mit auch den öffentlichen Schreib­ge­brauch führte dann neuerlich zu teil­weise heftigen Auseinander­setzungen in der Öffentlich­keit […]. Daran beteiligt waren natürlich Sprach­wissenschaftler, aber auch Journalisten, Schrift­steller, Leh­rer, Politiker und viele andere An­gehörige der deutschen Sprach­gemein­schaft. In den Wort­meldungen wurden mit unter­schiedlicher Ge­wichtung und Heftigkeit die erwähnten Aspekte und Be­stimmungs­faktoren einer Orthografie­reform thematisiert und die jeweils für aus­schlag­gebend gehaltenen Gesichts­punkte mit mehr oder weniger großer Intensität vertreten. Die Spannbreite der Äußerungen reichte vom rationalen und abwägenden Diskurs bis zur Ver­absolutierung der eigenen Position und zu emotionalen Bekundungen, die jeder Sachkunde und rationalen Grundlage entbehrten. In Anbetracht der Heftigkeit des Wider­stands gegen die Neu­regelung in den Medien und speziell von Seiten mancher Schrift­steller wurde von den zu­ständigen Institutionen der Bundes­republik Deutschland mit Zustimmung Österreichs und der Schweiz, um den „Recht­schreib­frieden“ wieder her­zustel­len, 2004 anstelle der bisher für die Neu­regelungs­fassung zuständigen, rela­tiv kleinen und nur aus Sprach­wissen­schaftlern und Didaktikern be­stehenden Zwischen­staatlichen Kom­mission […] ein wesentlich größerer Rat für deut­sche Recht­schreibung geschaffen […]. Danach ebbte die öffentliche Aus­einander­setzung deutlich ab […] und die Neu­regelung setzte sich relativ rasch und geräusch­los im öffentlichen Sprach­gebrauch durch. Schon deshalb kann man nicht, wie es in konservativen Presse­organen immer mal wieder ge­schieht, von einem allgemeinen Katzen­jammer über die Reform oder gar von ihrem völligen Miss­lingen spre­chen. Diese Ansicht gibt es offen­sicht­lich vor allem bei den ent­schiedenen Gegnern einer Orthografie­reform. Un­ge­achtet solcher Behauptun­gen festigt sich die Neu­regelung mit jedem Jahr­gang, der die Schule verlässt, im öffentlichen Sprach­gebrauch weiter und wird dann allmählich ebenso selbst­verständlich, wie das seinerzeit mit der Neuregelung von 1901 der Fall war.
: Wie schreiben wir gegenwärtig? Stand und Probleme der Orthographiereform. Deutsch als Fremdsprache, , nr. 1, s. 3 bis 13
Abstract: Nach Ausführungen zu theoretischen und historischen Aspekten einer Orthographiereform wird anhand des 3. Berichtes der Zwischenstaatlichen Kommission für deutsche Rechtschreibung über den Stand der Umsetzung der orthographischen Neuregelung von 1996 informiert (in den Bereichen Schule, Behörden / staatliche Institutionen, Nachrichtenagenturen/Presseorgane, Buchverlage) und es werden Alternativlösungen zu möglichen Problemfällen dieser Regelung diskutiert (in den Bereichen Groß- und Kleinschreibung sowie Getrennt- und Zusammenschreibung).
: Die Rolle der II. Orthographischen Konferenz (1901) in der Geschichte der deutschen Rechtschreibung. Zeitschrift für deutsche Philologie, , band 119, s. 30 bis 45

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