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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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Petershagen, Henning

: Gschiß ums Gschiss. Schwäbisch für Besserwisser. Südwest Presse,
Bevor wir uns in die Bedeutung und Herkunft des Wortes Gschiss/Gschiß vertiefen, ist zunächst ein Problem zu klären, das die neue deutsche Rechtschreibung aufgeworfen hat. Die verlangt nämlich, dass das stimmlose oder scharfe s nach kurzem Vokal ss und nach langem Vokal ß geschrieben wird. Nun ist aber das Schwabenland, was das Gschiss/Gschiß betrifft, zweigeteilt. Im Westen sagt man Gschiss mit kurzem i, im Osten Gschiß mit langem i, und bisher hat keine Rechtschreib­kommission erklärt, was richtig sei.

Eine rechtschreibkommission entscheidet höchstens für die standardsprache, was «richtig» ist.

: Vom Fugger zum Wursthorn Maier, Jauch & Eisele. Südwest Presse, , Süddeutsche Heimat
Ein inzwischen vergessenes mittelhochdeutsches Wort für ein hammerartiges Werkzeug war bliuwel. Es hat in der Pleuelstange überlebt und stammt vom Verb bliuwen ("schlagen") ab. Das schrieb sich noch vor kurzem völlig korrekt "bleuen", bis die Rechtschreib­reform daraus ein "bläuen" machte und so dem Irrtum nachgab, es hinge mit "grün und blau schlagen" zusammen.

Etymologie ist etwas wichtiges und interessantes, aber sie ist nicht aufgabe der buchstabenschrift. Das ist der irrtum.


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