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Pollatschek, Nele

neu : 25 Jahre Sprachverhunzung. Ein wehmütiger Rückblick auf die Proteste gegen die Rechtschreibreform. Süddeutsche Zeitung, , 77. jg., nr. 230, s. 9, Feuilleton (959 wörter)
Initiiert wurde die Erklärung vom Weil­heimer Gymnasial­lehrer Friedrich Denk, der die Reform als „Terrorismus durch Orthographie“ bezeichnete, eine Be­zeichnung, die Menschen wie ich jederzeit unter­schreiben würden, aller­dings auch ganz ohne Reform. Wie groß die Proteste waren, wie heftig die Debatten, die in den Feuilletons der Republik aus­getragen wurden, wie ernst­gemeint die Erklärungen in renommierten deutschen Zeitungen, dieses Neu­deutsch niemals ab­zudrucken, wie erbarmungs­los man sich über Sprache streiten kann, all das kann man sich heute fast nicht mehr vor­stellen.
: Das Recht auf Unsichtbarkeit. Süddeutsche Zeitung, , s. 9, Feuilleton (1446 wörter)
Wenn also der Duden das generische Maskulinum abschafft, wie es gerade in deutschen Medien heißt, ist das weder so gut, wie die Befürworter dieser Ent­scheidung glauben, noch so schlimm, wie die Gegner fürchten. Vor allem aber ist es nicht wahr. Der Duden kann das generische Maskulinum sowenig abschaffen, wie ein Hersteller von Landkarten Berlin abschaffen kann oder ein Taschen­rechner Nachkomma­stellen. Der Duden hat keine Macht über die Sprache, seit der Rechtschreib­reform hat er nicht mal mehr das Rechtschreib­monopol, das liegt beim Rat für Deutsche Recht­schreibung.

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