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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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2020-4-13
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Reich-Ranicki, Marcel

: „Unzweifelhaft eine Katastrophe.“ Marcel Reich-Ranicki zur Debatte über die Rechtschreibreform. Der Spiegel (), , nr. 32, s. 144, Kultur
In keinem der großen europäischen Länder ist die Kluft zwischen der Sprache des Volkes, des Alltags zumal, und der Sprache der Literatur so tief wie in unserer Welt: Niemand sprach vor hundert Jahren, wie Rilke oder Thomas Mann geschrieben haben, niemand spricht heute wie Günter Grass, wie Enzensberger oder Siegfried Lenz. Eine gemeinsame Ebene, auf der sich der künstlerische Ausdruck mit dem Ausdruck des Volkes treffen würde, hat es bei uns – anders als in England oder gar in Frankreich – nie gegeben. […] Ob diese Zweiteilung in Zukunft erhalten bleiben wird, können wir nicht voraussehen. Aber wir können immerhin einer ähnlichen Zweiteilung im Bereich der Orthographie entgegenwirken. Mit anderen Worten: Es wäre verheerend, sollte es sich einbürgern, dass für die Schriftsteller eine andere Rechtschreibung gilt als für die Schüler unserer Grundschulen. Die Kluft, von der die Rede war, würde noch tiefer.

Das volk beherrscht die rechtschreibung nicht, die schriftsteller beherrschen sie nicht – wo ist da eine kluft?

: Komma muß bleiben. Der Spiegel (spiegel.de), , nr. 42, s. 273 (379 wörter)

Einmal in 100 Jahren sollte man sich von dem stets zu erwartenden Widerstand der älteren Generationen nicht beirren lassen und die Recht­schreibung reformieren.

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