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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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2020-4-13
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Reu. = Reumann, Kurt

: Joachim Schulz-Hardt 80. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 130, s. 5, Politik
22 lange Jahre (von 1976 bis 1998) ist Joachim Schulz-Hardt Generalsekretär der Kultusminister­konferenz gewesen. Er hatte dafür zu sorgen, dass der Wagen rollt […]. Ob der Wagen immer der richtigen Spur folgte, geriet manchmal, wie bei der Rechtschreib­reform, zur Neben­sache; Hauptsache, er rollte!
: Deutsch wird Deutschen zur Fremdsprache. Modern Talking: Nachplappern statt mitreden. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 301, s. 14, Zeitgeschehen
Sogar CDU und CSU stimmen in den Chor der Sprachschützer ein. Ihnen ist die Kritik an der von oben verordneten Rechtschreibreform peinlich, und um davon abzulenken, sagt die Union, es gebe Wichtigeres als die Rückkehr zur alten Rechtschreibung, zum Beispiel den Widerstand gegen die Verhunzung der deutschen Sprache durch Anglizismen.
: Gedämpfte Hoffnung auf Besserung. Die Kultusminister beobachten die Rechtschreibreform. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 233, s. 5
Erst am Ende ging Lemke auf die Rechtschreib­reform ein. […] In dem Gesamtbericht soll sie [die kommission] Ende 2001 auch die Ergebnisse ihrer Gespräche mit Schulbuchverlagen, Zeitschriftenverlagen und Nachrichtenagenturen berücksichtigen. Von Literaturverlagen ist nicht die Rede. Daß überhaupt Bewegung in die bislang auf die Verteidigung der Reform konzentrierte Kultusminister­konferenz kam, ist nach dem Urteil von Beobachtern der Rückkehr der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zur alten Rechtschreibung und dem Engagement der hessischen Wissenschafts­ministerin und FDP-Vorsitzenden Wagner zu verdanken.
: Die Kultusminister haben vor der nationalen Aufgabe kapituliert. Das Deutschland-Bild spaltet die Länder. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , s. 3, Politik
Anstatt weiter um Verständigung zu ringen, warf sich die Kultusministerkonferenz 1995 auf die Reform der Rechtschreibung, auf die sie sich Ende des Jahres einigte. Man tritt dem Präsidenten der Konferenz, Reck, nicht zu nahe, wenn man feststellt, daß er das Ausmaß und die Wirkung des neuen Regelwerks nicht durchschaute. Sein Nachfolger im Präsidenten­amt, der nieder­sächsische Kultusminister Rolf Wernstedt (SPD), war unglücklich darüber, daß er sich 1996 vornehmlich mit der Rechtschreib­reform herum­zuschlagen hatte und als "Rechtschreib­präsident" in die Geschichte einzugehen drohte. Viel lieber hätte der in der DDR geborene und zur Schule gegangene Politologe seine Kollegen, aber auch Lehrer und Schüler zum "Nachdenken über Deutschland" angeregt.
: Die ungeliebte Rechtschreibreform. Chronik einer Überwältigung. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , s. 8, Politik
Die Geschichte der Rechtschreib­reform läßt sich mit einem Staffellauf vergleichen, bei dem der Stab unabhängig davon weiter­gereicht wurde, ob in Deutschland eine Monarchie, eine Diktatur oder eine Demokratie den Herrschafts­rahmen abgab. Unablässig variierten die "Neuerer" alte Vorschläge; nur die ideologische Verbrämung änderten sie von Fall zu Fall. Sie waren sich bewußt, daß die Öffentlichkeit ihre Pläne nicht billigen werde.
: Die Vergangenheit von "kuss" und "keiser". Die heimliche Rechtschreib­reform der Völkischen. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 229, s. 9, Politische Bücher
Birken-Bertsch und Markner arbeiten überzeugend heraus, daß die National­sozialisten sich dabei von praktischen und ideologischen Erwägungen leiten ließen.

Wer hätte das gedacht!

: Einseitiger Philologe. Der Berufsverband der Gymnasiallehrer und die Rechtschreibreform. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , s. 16, Politik (1195 wörter)
Die Bevölkerung war dagegen, der Bundespräsident war dagegen, der Bundeskanzler war dagegen, die meisten Parlamentarier waren dagegen, die Schriftsteller waren dagegen, die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung war dagegen, die meisten Germanisten waren dagegen — und doch haben die Kultusminister die Reform der Rechtschreibung durchgesetzt […]. Wer sich fragt, wie das in einer Demokratie möglich war, muß sich mit der Rolle der interessierten Verbände und den Eigeninteressen und Intrigen der Verbandsvorsitzenden beschäftigen. Am auffälligsten agiert und agitiert der Deutsche Philologenverband, genauer: der Präsident der Berufsvereinigung der Gymnasiallehrer, Heinz Durner.
: Vogel für mehr Gelassenheit in der Rechtschreibdebatte. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 206, s. 1, Politik (129 wörter)
Der thüringische Ministerpräsident Vogel rät zu mehr Gelassenheit in der Auseinandersetzung um die Rechtscheibreform. Es gebe in der Politik - auch in der Schulpolitik und im Deutschunterricht - Themen, die zu behandeln wichtiger wäre.
: Schreiben ist für das Lesen da; Politik im Widerstreit der Verbandsinteressen. Ein Zwiegespräch mit Bernhard Vogel. Frankfurter Allgemeine Zeitung,
Die Kultusminister haben die Reform nicht im Alleingang durchgesetzt. Sie versicherten sich der Rücken­deckung der Minister­präsidenten­konferenz, und Vogel war damals schon Minister­präsident in Thüringen - wie vorher in Rheinland-Pfalz ein hoch­geachteter Landesvater. Auf ihrer Konferenz vom 25. bis 27. Oktober 1995 hatten die Ministerpräsidenten den Kultusministern vier Bedingungen genannt, unter denen sie einer Neuregelung (nicht etwa einer Reform) der Recht­schreibung zustimmen würden […]. Die Kultus­minister haben keine dieser vier Bedingungen erfüllt. Vogel entgegnet, in der Politik müsse man immer Kompromisse schließen. Die seit den fünfziger Jahren forcierten Anstöße zur Reform der Rechtschreibung seien viel radikaler gewesen als die schließlich durch­gesetzte Neuerung. Das stimmt. Als Vogel in den siebziger Jahren Kultusminister war, hat er Pläne, sämtliche Hauptwörter klein und den Kaiser wie "keiser" zu schreiben, energisch zurückgewiesen. […] Weil die Reformer diesmal auf Druck der Kultus­minister moderater auftraten, ist übersehen worden, daß sie doch erheblich weiter gehen wollten, als sie es die Öffentlichkeit wissen ließen.
: Eine Mehrheit gegen Rechtschreibreform. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , Politik (280 wörter)
Für eine Rücknahme der Rechtschreib­reform haben sich mehr als 96 Prozent derjenigen aus­gesprochen, die bislang auf Anzeigen in sechs deutschen Tages­zeitungen reagiert haben. […] Die "Initiative für eine vernünftige Rechtschreibung", die die Anzeigen mit den Stimm­zetteln aufgab, hat an den ersten beiden Post­tagen 20 000 Unter­schriften erhalten.
neu : Ein sanfter Volksaufstand. Gerichte und Politiker haben zu Unrecht Akzeptanz für die neue Rechtschreibung unterstellt. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 181, s. 14, Politik, Zeitgeschehen (1085 wörter)
Von bislang 15500 T-Online-Besuchern sprechen sich gut 78 Prozent für diesen Schritt [rückkehr zur alten recht­schreibung] aus und nur 11,8 Prozent dagegen. […] Soviel Zu­stimmung nennen Gerichte Ak­zeptanz: Anerkennung, Anklang. Im Umkehr­schluß ist daraus zu folgern, daß die so­genannte Rechtschreib­reform keine Akzeptanz findet: Das war vor deren Einführung so - 70 bis 90 Prozent waren dagegen -, und das ist immer noch so.
: Dreifacher Geburtstag. Frankfurter Allgemeine Zeitung, (550 wörter)
Friedrich Denk, Initiator der Frank­furter Erklärung der Schrift­steller von 1996 gegen die Neu­regelung, setzte auf der Expo einen Preis über 10.000 Mark für ein Argument aus, das die Überlegen­heit der re­formierten Recht­schreibung beweise. Vorschläge seien bis zum 20. September an Professor Borchmeyer […] zu richten. Ein renommiertes Umfrage­institut werde die Akzeptanz der Argumente überprüfen. Prämiert werde das beste Argument. Ihm müßten aller­dings mindestens 50 Prozent der Befragten zustimmen. "Ich springe aus dem Fenster, wenn diese Anzahl erreicht wird", sagte Denk.
: Schüler als Geiseln. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 174, s. 12, Zeitgeschehen (186 wörter)
Die Kultusminister nehmen die Schüler als Geiseln, um die Bevölkerung zu erpressen: Sie soll eine teure Reform annehmen, die, um mit Roman Herzog zu sprechen, "über­flüssig wie ein Kropf" ist.
: Die F.A.Z. kehrt zur alten Rechtschreibung zurück. Schluß damit: Die Reform stiftet nur Verwirrung. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 172, s. 1
Die neue Rechtschreibung rettet die Einheitlichkeit nicht, vielmehr zerstört sie sie.
: Platt snacken! Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 25, s. 16, Zeitgeschehen
Daher ist auch nicht einzusehen, dass der Landtag zu Hannover es ablehnte, Plattdeutsch zur zweiten Amtssprache zu machen. […] Mit der Einführung einer einheitlichen Schreibweise für regionale plattdeutsche Varianten hätte Niedersachsen überdies die Rechtschreib­reform wieder aufrollen können.
neu : Von oben herab. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , s. 12, Zeitgeschehen, kommentar
Man mag es schon nicht mehr hören: Rechtschreib­reform. Mit dieser Abnutzung des Interesses rechnen die Kultus­minister, die nichts anderes im Sinn haben, als die Neu­regelung durch­zusetzen — Augen zu und durch.
: Der Kuss bliebe zärtlich. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , s. 1, Politik, Leitartikel (800 wörter)
Damit ihr Werk trotz des Rückzugs in der Klein­schreibung das Prädikat Reform verdiene, hat die Kommission sich auf ein Minenfeld gewagt, das die Rechtschreib­reform von 1901 ausgespart hatte: die Getrennt- und Zusammen­schreibung. Dabei versuchen die Neuerer, die Manie des "Duden", immer mehr Wörter zusammen­zuschreiben, zu kurieren - aber unter welchen Opfern! Die neue Manie des Auseinander­schreibens würde so viele Unterscheidungs­schreibungen beseitigen, daß Wider­spruch, ja Wider­stand geboten ist. Wir wollen auch künftig auf den ersten Blick erkennbar machen, ob wir einen Pudding "kalt stellen" oder einen Politiker "kaltstellen", ob wir auf dem Stuhl "sitzen bleiben" oder in der Schule "sitzenblei­ben" […].

Wir erkennen den unterschied zwischen einem pudding und einem politiker auf einen blick.

: Antreiber der Poeten. Porträt Politik. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , s. 12, Politik, Zeitgeschehen
Der 53 Jahre alte, im schlesischen Wohlau geborene und auf der Schwäbischen Alb und in Bayern aufgewachsene Germanist und Romanist [Denk] ist ein Wirbelwind in allen Gassen der Literatur und Pädagogik. […] Der frühere bayerische Kultusminister Maier ermahnte Denk, er solle sich bei seiner Kampagne gegen das "Portmonee" (statt Portemonnaie) nur keinen Herz­infarkt holen. Prompt antwortete der Unermüdliche: Für den Chikoree (statt Schikoree) zu sterben wäre "ein starker Abgang".

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