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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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2020-4-13
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Ritter, Henning

: Eine Institution zerfällt. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 39, s. 1, Politik
Zumal die Berliner Akademie muß sich auf ihre eigenste Sache besinnen, die mit Sprache, Literatur, Musik und Kunst zu tun hat. Im Falle der Rechtschreib­reform hätte sie sich deswegen nicht mit einer Empfehlung begnügen dürfen. Ein durch Literatur und Kunst legitimiertes Wort wäre dringend geboten gewesen. Niemand erinnert sich an die Meinung, die die Akademie in dieser Frage vertreten hat.

Eine meinung hat sie vertreten, aber keine erinnernswerte. Der Tagesspiegel, 8. 1. 2006.

: Stimmungsbericht. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 305, s. 1, Politik
Der Sinn von Reformen ist es, zu vereinfachen, wenn nötig radikal. Die Reformen, die Deutschland in den vergangenen Jahren erlebt hat, haben das Gegenteil zum Resultat gehabt. Sie haben die Systeme, die sie retten wollten, komplizierter, unübersichtlicher, unkalkulierbar gemacht. Über kurz oder lang sind die angestrebten Einsparungen aufgefressen von dem Bemühen, es trotzdem allen recht zu machen. Was natürlich dazu führt, daß sich schließlich alle benachteiligt fühlen. Hätte man rechtzeitig erkannt, daß die Reform der Rechtschreibung nur der Probelauf war für unnötige Veränderungen mit beispielloser Inanspruchnahme der Öffentlichkeit und hohen Kosten, man hätte ein "Wehret den Anfängen" ausrufen müssen. Das Ergebnis ist mager, wie jeder Leser feststellen kann, der noch die alte Rechtschreibung beherrscht. Das meiste fällt nicht auf, hätte also durch Einzel­regelungen eingeführt werden können, und was auffällt, ist meist widersinnig.
neu : Band Wurm Wörter. Endlich enttarnt: Die Globalisierungspläne der Reformer. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 50, s. 45, Feuilleton (475 wörter)
Was ist denn die Eigenart der deutschen Schrift­sprache […]: Es sind die Bandwurmw­orte, jene zusammen­gesetzten Wortgebilde, in denen das Deutsche den Inhalt ganzer Abhandlungen, ganze Philosophien unter­zubringen vermag: die Getrennt­schreibungs­verordnungen, die Klassiker­rezeptions­sperre, die Kommunikations­erleichterungs­maßnahmen. […] War es nicht dieser deutsche Sonderweg, den die Sprach­reformer beseitigen wollten […]? Würde es nicht gleich viel englischer aussehen, wenn man "hoch begabt" statt "hochbegabt" sagen würde?

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