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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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Schmitz, Christoph

neu : Geschichte eines Skandals. Die Rechtschreibreform, die KMK und der Rat für deutsche Rechtschreibung. Deutschlandradio, Deutschlandfunk (dradio.de), , Sendung: Kultur heute
[…] die Liste der Skandale ist lang. Dazu gehört auch, dass die Politik einfach davon ausgeht, dass sich alle Bürger ihren Vorgaben zur Schreibweise anschließen müssen, obwohl die Kultusminister Regelungsmacht nur für die Schulen haben und das auch nur nach Maßgabe des allgemeinen Schreibgebrauchs.
: Hit und Top, Tipp und Stopp. Der Spiegel, , nr. 1, s. 124 bis 132, Kultur (5113 wörter)
Seit dem 1. August 2005 gilt die neue Rechtschreibung in den meisten Bundes­ländern als verbindlich, die Lehrer aber können sie kaum durchsetzen. Die Bevölkerung hat die Reform ohnehin nicht akzeptiert. In den deutschen Schulen herrschen Unsicherheit, Verwirrung - und kollektiver Ungehorsam. […] Zehn Jahre dauert dieser Krieg schon. Es gibt keinen Sieger, aber es gibt viele Verlierer. […] Viel genützt hat die Empörung nicht, lange angehalten hat sie auch nicht. […] dann müssen die Kultus­minister entscheiden, wie sie die Reform zu Ende bringen wollen. Es gibt nicht mehr viele Möglichkeiten. Sie können stur bleiben, weil sie meinen, dass dies die Staats­räson gebiete. Oder sie nehmen eine Menge von dem zurück, was sie im Sommer noch für richtig erklärt haben. Es hängt einiges von ihrer Entscheidung ab, für das Ansehen der Politik, für den Schreib­frieden in den Schulen und im Land. Es hängt auch an Johanna Wanka. Seit fünf Jahren ist Wanka Wissenschaftsministerin in Brandenburg, im Jahr 2005 war sie Präsidentin der KMK. Sie war an der Reform­diskussion nie beteiligt und sollte das Projekt mit abwickeln. […] "Die Kultusminister wissen längst, dass die Rechtschreibreform falsch war", sagt sie. […] "Aus Gründen der Staatsräson ist sie nicht zurück­genommen worden." Es ist ein erstaunlicher Satz. Es ist das Eingeständnis einer großen Niederlage.

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