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Schulte, Bettina

: „Das ist eine nie gebrochene Liebe.“ BZ-Interview mit dem Regisseur Stephan Weiland und dem Übersetzer Peter Urban über Daniil Charms im Theater im Marienbad. Badische Zeitung (), , Kultur
Das Freiburger Theater im Marienbad hat den russischen Autor Daniil Charms für sich entdeckt […]. Charms war zwölf Jahre alt und klassisch gebildet, als die russische Revolution ausbrach. Ihm wurde der Boden unter den Füßen weggezogen. Das fing an bei der Kalenderreform, die jedem Bürger 13 Tage aus dem Leben strich, ging über die Orthographiereform bis zur Einführung der Fünf-Tage-Woche. Das war eine komplett fremde neue Welt. Was Charms notiert hat, war ein Akt der Selbstvergewisserung und des inneren Widerstands gegen diese abnormen Veränderungen.
: Freiburger Sprachwissenschaftlerin über die Jugendsprache. Badische Zeitung (), , Literatur, BZ-Interview
Heute beginnt an der Freiburger Universität die „Sechste internationale Konferenz zu Jugendsprachen“ […]. Mit Helga Kotthoff, der Organisatorin der Tagung, sprach Bettina Schulte. […] Kotthoff: Jugendliche schreiben sehr, sehr viel heute. Sie schreiben möglicherweise so viel wie noch nie. Aber wenn sie SMS, in Schüler-VZ oder auf Facebook schreiben, missachten sie die Orthografie. […] BZ: Sprachkritiker befürchten, dass jemand, der simst, chattet und twittert, sprachlich verarmt oder zumindest in der Rechtschreibung nachlässt. Teilen sie derartige Sorgen? Kotthoff: Die Forschung zeigt, dass der Wortschatz der meisten Jugendlichen viel größer ist als früher. Aber daneben gibt es tatsächlich eine tiefgreifende orthografische Unsicherheit. In der Schule wurde in den letzten Jahren weniger Wert auf Orthografie gelegt. Allerdings beherrschen auch Erwachsene die Rechtschreibung schlechter. Genau wissen wir nicht, woher das kommt. Es gibt viele Ursachen. Die Rechtschreibreform spielt eine Rolle.
: „Dem Deutschen geht es gut.“ Bz-Interview mit dem Sprachforscher Ludwig Eichinger über die Dominanz des Englischen und neue Kommunikationsformen. Badische Zeitung (badische-zeitung.de), , s. 11, Kultur
Die Rechtschreib­reform sollte die Orthografie des Deutschen systematischer regeln. Das Gegenteil ist eingetreten. Wie stehen Sie dazu? Eichinger: Die Reform lag vielleicht nahe, weil zentrale Bereiche wie die Getrennt- und Zusammen­schreibung nicht geregelt waren. Dass man versucht hat, alles durch­zuregeln und nicht auf die Tradition zu schauen, war ein Fehler. BZ: Sehen Sie nach der Reform nicht dem Wildwuchs Tür und Tor geöffnet? Eichinger: Bei vielen der zugelassenen Varianten entsprechen die Schreibweisen funktionalen Unterschieden. Man schreibt "totgeschlagen", aber, weil das Adjektiv länger ist, "bewusstlos geschlagen". Da sollte man nichts normieren. Viele Varianten waren im übrigen schon vorher da.
: Geschichte eines Scheiterns. Badische Zeitung (badische-zeitung.de), , Leitartikel
Kein anderes Gesetzesvorhaben in der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte war so umstritten wie die Rechtschreibreform.
: Geben Sie Schreibfreiheit! Badische Zeitung, , 60. jg., nr. 126, s. 1, Tagesspiegel (200 wörter)
Natürlich können die Gegner der Reform das Einlenken der Kultusminister bei der Zusammen- und Getrenntschreibung als Teilerfolg feiern. Nur: Ist damit etwas gewonnen? Bei der größten Fehlerquelle Groß- und Kleinschreibung jedenfalls nichts. Es bleibt eigentlich nur ein Ausweg aus dem Chaos: Meine Damen und Herren, geben Sie Rechtschreibfreiheit!

Wem? Der Badischen Zeitung schreiben die kultusminister nichts vor.

: Das Geheimnis im Keller. Einsamer Schriftsteller — einsamer Leser: Wolfgang Hilbig erhielt in Darmstadt den Georg-Büchner-Preis. Badische Zeitung,
Allein: Der scheidende Akademiepräsident Christian Meier zog es vor, wieder einmal über den nun schon sechs Jahre und ohne sichtbaren Erfolg währenden Kampf seiner Institution gegen die Rechtschreib­reform zu berichten. Kein Wort über Unseld.
: Die Reform der Reform. Badische Zeitung, , Leitartikel
Das Wort ist heraus. Und es beschreibt so bürokratisch schön wie kein anderes den derzeitigen Zustand der deutschen Rechtschreib­reform: "Toleranz-Metaregel". Gemeint ist die Unüber­sichtlichkeit, die seit dem Inkraft­treten des neuen Regelwerks im Sommer 1998 regiert. […] Die Reform scheint den Sprach­experten weiterhin reformbedürftig. […] Bleibt da am Ende überhaupt noch etwas übrig, das den Namen "Reform" verdient? Oder wird die deutsche Sprache über den im Augenblick kaum noch zu vergrößernden Wirrwarr von amtlichen Regeln, halbamtlichen Emp­fehlungen und Privat­orthographien […] in die Freiheit von jeder Regel­verbindlichkeit entlassen? Müssen wir Abschied von einer einheitlichen deutschen Schrift­sprache nehmen?
neu : Die Sprache und was sich ihr entzieht. Die Akademie für Sprache und Dichtung tagt in Freiburg. Badische Zeitung, , Kultur
Südbadens Hauptstadt darf sich ge­schmeichelt fühlen, zum ersten Mal Austragungs­ort für die Frühjahrs­tagung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung vom 3. bis zum 5. Mai zu sein. […] Die Sprache und nicht die Literatur stand in den Gründerjahren der Darmstädter Akademie im Vorder­grund des Interesses. Nach zwölf Jahren Sprach­barbarei trat man mit heute nur noch schwer nachvollzieh­barem Pathos an, „unsere Sprache vor weiterem Sinken zu bewahren“. […] Diese hohen idealisti­schen Ansprüche […] haben sich im Lauf der Jahr­zehnte gesund­geschrumpft – zuletzt auf den gegen­reformerischen Kampf um die Einheit der deutschen Recht­schreibung.

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