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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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Stammerjohann, Harro

: «Das allervornemste Kunststükk.» Nochmals: zur deutschen Rechtschreibereform. Neue Zürcher Zeitung, , nr.69, s. 68, Feuilleton
Die Reformer wollten Ordnung in die deutsche Rechtschreibung bringen, die in Wirklichkeit ein Kinderspiel war und ist, verglichen mit der französischen — ganz zu schweigen von der englischen Rechtschreibung, die der Erlernbarkeit und Verbreitung der englischen Sprache offensichtlich nicht im Wege ist. Angesichts des Umfangs der deutschen Rechtschreibereform mag man den Widerstand dagegen unverhältnismässig finden, aber die Art und Weise, wie sie betrieben und durchgesetzt wurde, war es auch.

Wenn gewisse zeitungsschreiber wenigstens ihre eigene zeitung (9. 2. 2000) lesen würden! — Das ungünstige verhältnis von umfang und aufwand der reform beklagen wir auch, aber bezüglich der «art und weise» ist die sonst seriöse NZZ leider mehr an feuilletonistischem geschwätz (z. b. 8. 4. 1998) als an tatsachen und ernsthaften politischen erwägungen interessiert (damalige stellungnahme).

neu : Deutsch schriftlich: Alles paletti? Neue Zürcher Zeitung, , nr. 192, s. 58, Feuilleton
Auch dass maccheroni und spaghetti schon im Italieni­schen Plural­formen sind, genügt hier­zulande manchem nicht, und er hängt vor­sorglich ein -s dran. Makkaronis, Spaghettis, nach neuer Recht­schreibung auch Spagettis, wobei einem Italiener sich die Haare sträuben müssen, weil das g nun wie dasjenige von Giro zu lesen wäre. Zu den Aussprache­merkmalen, die den Deutschen verraten, gehören noch der Anlaut, Schpag(h)ettis, […].

Zu den merkmalen, die den deutschen verraten, gehört noch die grossschreibung, also 3 gründe für gesträubte haare bzw. für die erkenntnis, dass spagetti ein deutsches wort ist, egal woher es kommt.


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