willkommen
kontakt
impressum
suchen

Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

presseartikel → autoren
2020-4-13
ortografie.ch ersetzt in zukunft sprache.org ortografie.ch ersetzt in zukunft sprache.org

neue personensuche

Stocker, Frank

: Weißrusslands doppelter Rubel. Welt am Sonntag, , s. 50, Finanzen
Mehr als sieben Jahre lang schlummerten die Scheine in irgendwelchen Schließ­fächern. Denn eigentlich wollte Weiß­russland schon 2008 neue Bank­noten ein­führen. Doch dann kam die Finanz­krise dazwischen, und an­schließend eine galoppierende Inflation. Seit 1. Juli aber sind die neuen Rubel in Umlauf. […] Dass die neuen Scheine bereits sieben Jahre auf ihren Einsatz warteten, hat nun eine besonders absurde Folge. Denn in der Zwischen­zeit gab es in Weiß­russland eine Rechtschreib­reform, die auch das Wort für „fünfzig“ betrifft: Ein Buchstabe wurde darin durch einen anderen ersetzt. 2011 hatte die Notenbank daher die damals in Umlauf befindlichen 50- und 50.000-Rubel-Scheine neu gedruckt. Die neuen Bank­noten, die jetzt aus­gegeben werden, enthalten das Wort dagegen wieder in der alten Schreib­weise.
: Weißrussland: Reform auf dem Papier. Welt am Sonntag (), , s. 52, Finanzen
In Deutschland flippen ganze Bevölkerungsteile aus, wenn man ihnen lediglich zumutet, einzelne Wörter im Zuge einer Rechtschreibreform klein statt groß oder umgedreht zu schreiben. Man mag sich gar nicht vorstellen, was passieren würde, wenn eine Kommission verfügen würde, dass fürderhin "fier" statt "vier" oder "sex" statt "sechs" geschrieben werden soll. […] Dabei hat Diktator Lukaschenko dort zuletzt eine orthografische Reform verfügt, die so weitreichend ist, dass sie sich sogar auf die Geldscheine auswirkt. Denn im weißrussischen Wort für "fünfzig" wurde ein Buchstabe durch einen anderen ersetzt, mit der Folge, dass nun die Scheine über 50 und 50 000 weißrussische Rubel neu gedruckt werden mussten. […] In den orthografischen Details und damit in den Geldscheinen spiegelt sich letztlich nur die schwierige Identitätsfindung der Weißrussen. […] Nach wie vor gibt es in Weißrussland zwei Schreibweisen, eine, die stärker ans Russische angelehnt ist[,] und eine, die stärker auf die eigene Identität setzt.
: Widerwärtige Höcker (3). Die Zeit, , nr. 27, s. 54, Leserbriefe
Lernen die Kinder in der Schule nun also auch noch "Rechtschreibung à la ZEIT"? Und vielleicht zusätzlich bald "à la FAZ" und "à la Welt"?

neue personensuche