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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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2020-4-13
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String, Martin

: Wer Recht behalten will . . . Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 236, s. 8, Briefe an die Herausgeber
Am 28. September schreibt die F.A.Z. auf der ersten Seite: "Mit dem Urteil gab das Gericht den Verlagen . . . Recht." Die sinnvolle Kleinschreibung bei "recht haben, geben" und so weiter wurde bekanntlich durch die Rechtschreibreform von 1996 abgeschafft […]. Heute wird die Großschreibung nur noch als "Variante" mitgeschleppt […].
neu : Rechtschreibreform. Münchner Merkur (merkur-online.de), , Leserbriefe
Professor Olbertz, Kultusminister von Sachsen-Anhalt, erklärte zur Regelung der Rechtschreibung: „Dass die Politik damit betraut wurde, haben wir Kultusminister uns nicht ausgesucht. Wir haben den Auftrag dazu bekommen“ (Magdeburger Volksstimme, 28.8.2006). Ob die Öffentlichkeit wohl erfahren dürfte, wer der Auftraggeber war?

Wir! Wie auch immer – als das verfahren begann, gab es noch kein Sachsen-Anhalt. Und dass die politik mit der regelung der (amtlichen) rechtschreibung betraut wurde, ist noch ein bisschen länger her.

: Es war die Staatsräson. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 43, s. 8, Briefe an die Herausgeber (303 wörter)
Angesichts der neuerlichen Veränderungen der Rechtschreibreform erhebt sich immer dringender die Frage, ob jetzt überhaupt noch von dem Regelwerk gesprochen werden kann, das die Unter­zeichner der Wiener Absichts­erklärung am 1. Juli 1996 "zustimmend zur Kenntnis" genommen haben. […] Das Bundesverfassungs­gericht […] leitet die Berechtigung einer staatlichen Rechtschreib­regelung aus der "generellen Befugnis des Staates zum Handeln im Gemeinwohl­interesse" ab und setzt als Bedingung die "notwendige Akzeptanz". Nach dem Urteil des Ersten Senats vom 14. Juli 1998 ist also die aktuelle Rechtschreib­reform nicht zulässig. Weder hat sie in irgend­einer Weise dem Gemeinwohl­interesse gedient, noch hat sie allgemeine Akzeptanz gefunden […].

Und da die regelung von 1901 die anforderungen auch nicht erfüllt, gibt es keinen staatlichen rechtschreibunterricht mehr.

neu : Fehlerträchtige Sonderorthografie. Süddeutsche Zeitung, , s. 10, Leserbriefe (264 wörter)
Aber die Reform hat auch in ver­nünftigeren Köpfen Verwirrung gestiftet. […] Hermann Unter­stöger meint überdies, man hätte „früher“ nicht „Erdöl fördernd“ oder „allein erziehend“ schreiben dürfen. Regel 209 des alten Duden sagt es anders: Beides war frei­gestellt. Erst die Neu­regelung brachte die rigide Ein­schränkung auf das Getrennte. Jetzt ist der alte Zustand wieder­hergestellt.
: Nicht zufriedenstellend. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 257, s. 8, Briefe an die Herausgeber (400 wörter)
Entsprechend sagt die Duden-Grammatik von 1966: "Es ist zu beobachten, daß die Verlaufsform heute im Deutschen - im Gegensatz etwa zum Englischen - nicht üblich ist." "Es ist zufrieden stellend" kann demnach schwerlich als Deutsch gelten, ebensowenig wie "es ist Besorgnis erregend" und ähnliches.
: Orientiert am Nutzen für den Leser. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , s. 12, Politik
Eine solche Reform konnte über­haupt nicht auf demokratische Weise durch­gesetzt werden.
: Goethes Orthographie ist plötzlich progressiv. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 96, s. 10, Briefe an die Herausgeber
Wenn die KMK jetzt nach der Aussage ihres Vorsitzenden „die professionell Schreibenden nicht vergessen" will, so wird sie vor allem die Meinung und mehr noch die Praxis der Schrift­steller berücksichtigen müssen.

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