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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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2020-4-13
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Surber, Peter

neu : Die Recht-schreibung der Wahlen. St. Galler Tagblatt Online (), , Panorama
Wohlbekannt ist etwas anderes als wohl bekannt – das Beispiel, seinerseits wohlbekannt, steht hier einmal mehr für die Einsicht, dass die Rechtschreibreform in einem entscheidenden Punkt Chaos angerichtet hat: in der Vernebelung der Differenz zwischen wörtlicher und übertragener Redeweise.
: Ein Jahrhundert für das Wort. St. Galler Tagblatt (), , Kultur
Die Gesellschaft für deutsche Sprache und Literatur St. Gallen wird 100 – und hört auf. […] Sprachpflege wurde, sieht man von Diskussionen zur Rechtschreib­reform ab, […] kaum noch betrieben.
: Das Problem ist wohlbekannt. Die Schweizer Orthographische Konferenz SOK bilanziert den Stand der Rechtschreibe-Unordnung und kritisiert den Schülerduden. St. Galler Tagblatt, , Leben
Allerdings: Viele Schülerinnen und Schüler kämpften heute mit Schreibproblemen auf elementarster Ebene; im Vergleich dazu diskutierten die Reformkritiker auf Champions-League-Niveau.

Ja, so abgehoben, aber in grümpelturnierqualität.

: Rechtschreib-Schlamassel. St. Galler Tagblatt, , Kultur (323 wörter)
Diverse Medien (so auch unsere Zeitung) folgen den SOK-Regeln. Jetzt aber gehe es um die Schule. Und damit sei die Politik gefordert – wo sich allerdings zwischen Bund und Kantonen niemand zuständig fühle, wie Nationalrätin Kathy Ricklin sagte. Das heutige «Desaster» brachte Autorin Gisela Widmer auf den Punkt: Den Jungen sei die Orthographie schlicht egal. Ein Flur­schaden, an dem Mails und SMS ihren Anteil haben – aber auch die verunglückte Rechtschreib­reform.

Den alten ist die ortografie manchmal auch egal, wie der falsch geschriebene name der nationalrätin zeigt.

: Stöckling kippt Rechtschreibkurs. Wegen reformkritischer Referenten: St. Galler Erziehungsdirektor verbietet Weiterbildung für Gymnasiallehrer. St. Galler Tagblatt, , s. 11, Ostschweiz (581 wörter)
FORMI-Kurs 2006-58 ist abgesagt. «Von alt zu neu – von neu zu alt: Die neue Rechtschreibung – Hinweise, Klärungen und Stellenwert»: So sollte das Thema lauten. […] Neben Andreotti waren als Kursleiter der in Gossau unterrichtende Gymnasiallehrer Stefan Stirnemann und der deutsche Germanist Theodor Ickler genannt. Beide treten als lautstarke Kritiker der Reform auf. «Drei ausdrückliche Gegner der neuen Rechtschreibung machen miteinander einen Kurs zulasten der Steuerzahler: So geht das nicht», begründet Stöckling seine Veto auf unsere Anfrage. […] Es gehe nicht darum, eine Diskussion abzuklemmen; selbstverständlich hätte er nicht reagiert, wenn der Kurs ausgewogen besetzt gewesen wäre.
: Im Durcheinandertal. Rechtschreibreform 06: Noch mehr Varianten, noch weniger Einigkeit. St. Galler Tagblatt, , s. 25, Kultur (598 wörter)
Hier hat der Lehrerverband LCH die jüngsten Reformvorschläge in einem fünfseitigen Papier zurückgewiesen. Die Nachrichtenagentur SDA meldet Widerstand an, und der «Sprachkreis Deutsch» fordert in einem offenen Brief die Erziehungsdirektoren zu einer «sprachwissenschaftlichen Überprüfung des ganzen Regelwerks» auf. Diese Forderungen weist EDK-Präsident Hans Ulrich Stöckling auf unsere Anfrage hin zwar zurück. […] Aber die jüngsten Reformvorschläge hält auch er für unausgegoren. […] Allerdings relativiert der LCH seine Kritik gleich selber: Im Vergleich mit solchen Orthografie-Detailfragen bewegten sich die Schreibsorgen der Schülerinnen und Schüler «auf einem massiv tieferen Niveau. Schulen wären glücklich zu preisen, wenn dort nur noch Fehler in den genannten Bereichen gemacht würden».
: «Gar nicht so kontrovers.» Fragen an Peter Gallmann, Mitglied der zwischenstaatlichen Kommission für die Rechtschreibung. St. Galler Tagblatt, , nr. 114, s. 30, Kultur
Die Getrennt- und Zusammenschreibung ist als Ganzes gar nicht so kontrovers, wie manche in bewusster Übertreibung behaupten. Im Grunde geht es nur um die Wortart Adjektiv, genauer um Verbindungen, in denen Adjektive (und Partizipien) auftreten. […] Natürlich prüft die Kommission solche Kritiken ernsthaft. Wir wissen allerdings auch von der letzten staatlichen Neuregelung, 1901, dass sich unter den Schriftstellern immer einige finden, die jegliche Abkehr vom Vertrauten ablehnen. Nach 1901 brauchte es zwanzig Jahre, bis sich Änderungen wie Rat (statt Rath) oder Kasse (statt Casse) auch in der Belletristik durchgesetzt haben. Das gilt auch für die Aufgabe differenzierender Schreibungen im Laufe des 19. Jahrhunderts, denen heute niemand mehr nachtrauert, zum Beispiel sein (Pronomen) gegen seyn (Verb).
: Das Zauberwort «zemenandnee». Zum Tod des Ausserrhoder Schriftstellers Peter Morger. St. Galler Tagblatt, , nr. 39, s. 21, Kultur
Die «Lüürik» im Dialekt, für die Morger ein eigenes System, eine eigenwillige und phonetisch hochpräzise Rechtschreibung entwickelt hat, bot dabei gewiss einen Fluchtort, eine Sprachheimat, in der er ganz zuhause war: «Wött nu König sii vo mer sälber.»
: Herliche Zeiten. St. Galler Tagblatt, , Kultur
«Herliche Berge, sonnige Höhen — ja, es wahr wunderschön hier oben.» Der Eintrag im Hüttenbuch auf zweieinhalbtausend Metern klingt noch in unseren Ohren nach. […] Im Internet, dem globalen Hüttenbuch, wird heute schon allen Rechtschreibregeln gespottet.
: Rechtschreibung: Jetzt gilts ernst. Ab nächstem Montag erscheint diese Zeitung in neuer Rechtschreibung — Überlegungen zur Reform und ein Plädoyer für Gelassenheit. St. Galler Tagblatt,
Am besten nimmt man die Sache wohl mit jener Unaufgeregtheit, die ihr angemessen ist. Auf den folgenden Seiten finden Sie eine Zusammenstellung der wichtigsten Neuerungen. Dass sie der Weisheit letzter Schluss seien, behauptet niemand — die neue Rechtschreibung wird sich in den nächsten Jahren noch «zurechtschreiben» müssen.

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