willkommen
kontakt
impressum
suchen

Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

presseartikel → autoren
2020-4-13
ortografie.ch ersetzt in zukunft sprache.org ortografie.ch ersetzt in zukunft sprache.org

neue personensuche

US = Stahl, Urs

: Politisches Unbehagen bei Umgang mit Volkes Wille. Rückkehr zur Rechtschreibreform beschlossene Sache. Kieler Nachrichten, , Schleswig-Holstein
Der Landtag will den erst knapp ein Jahr alten Volksentscheid zum Stopp der Reform am Freitag aufheben. […] Dennoch haben alle Landtagsfraktionen erhebliche "politische Bauchschmerzen" bei ihrem Umgang mit Volkes Wille. Denn immerhin wird nun der bisher erste und einzige erfolgreiche Volksentscheid nach kurzer Dauer wieder kassiert.
: Was gilt Volkes Wille? Kieler Nachrichten, , Schleswig-Holstein, Kommentar
Auch die Behauptung, nun gebe es immerhin wieder eine gemeinsame Rechtschreibung in der Republik, ist eine Mär. Die Schüler schreiben anders als die Zeitungen, die einige Ungereimtheiten bekanntlich nicht mitmachen. […] Vor allem aber stehen die Parlamentarier vor einem Glaubwürdigkeitsproblem.
: Alle Parteien für Rechtschreibreform. Volksinitiative kündigt Verfassungsklage an. Kieler Nachrichten, , Schleswig-Holstein
Der Landtag will den Volksentscheid zum Stopp der Rechtschreibreform an den schleswig-holsteinischen Schulen nach knapp einem Jahr wieder außer Kraft setzen. […] Die Volksinitiative "Wir gegen die Rechtschreibreform" kündigte […] "gegen diese Verarschung des Volkes" Verfassungsklage an.
: Kein Recht auf neue Recht-Schreibung. Verwaltungsgericht weist Antrag ab. Kieler Nachrichten,
Der Pinneberger Jens Behrendsen, der für seine beiden Töchter Unterricht nach den neuen Rechtschreib­regeln durchsetzen will, ist beim Verwaltungs­gericht in Schleswig vorerst gescheitert. […] Sein Anwalt hat die Niederlage in Schleswig allerdings ein­kalkuliert. Er will, so sagte er schon bei der Ankündigung der Klage, durch alle Instanzen gehen, um den Weg zu einem neuen Urteil des Verfassungs­gerichts frei zu machen.
: Neuer Streit um alte Rechtschreib-Wörterbücher. Kieler Nachrichten, (, Schleswig-Holstein, Kiel
Bertelsmann versuche, so Dräger, die Marktführerschaft des Duden anzugreifen. Inzwischen habe der Preisbindungshänder der Verlage, Rechtsanwalt Dieter Wallenfels, Klage gegen derartige "marktverstopfende Werbemaßnahmen" angekündigt. Auch der Dudenverlag hat bekanntgegeben, er wolle vor Gericht ziehen.
: Alte Rechtschreibung wieder in Kraft. Neue Regelungen auch bei Zeugnissen. Kieler Nachrichten, , Schleswig-Holstein, Kiel
Die Verwendung der in den anderen Bundesländern geltenden reformierten Orthographie wird als falsch angestrichen, aber nicht als Fehler gewertet. […] Der Erlaß gilt zunächst für zwei Jahre, also bis Ende 2000. Dann prüft der Landtag, welche Konsequenzen aus der bundesweiten Rechtschreibentwicklung zu ziehen sind.
: Im neuen Jahr wieder die alten Regeln. Kieler Nachrichten, , Schleswig-Holstein, Aus dem Landtag
Die Lehrer müssen wieder nach der bisherigen Rechtschreibung unterrichten und die neuen Schreibweisen korrigieren. Aber die reformierte Orthographie darf nicht als Fehler angerechnet werden. […] Zugleich hat der Landtag Wahlanfechtungen gegen den Volksentscheid zurückgewiesen.
: "Den Dialog verbessern." Schleswig-Holsteins neue Kultusministerin Ute Erdsiek-Rave im KN-Interview. Kieler Nachrichten, , Schleswig-Holstein
Wie sehen Sie die Chancen, daß nach dem Volksentscheid gegen die Rechtschreibreform in Schleswig-Holstein ein neuer bundesweiter Konsens zur Korrektur der gröbsten Fehler gefunden werden kann? Ute Erdsiek-Rave: Korrekturen innerhalb der Rechtschreibreform, denke ich, wird es geben. In Schleswig-Holstein werden wir diese Entwicklung nicht betreiben können. Hier müssen wir laut Entscheid die älteren Schreibweisen an Schulen verwenden. In den nächten zwei Jahren wird sich entscheiden, ob sich die Reform, wie auch immer, durchgesetzt hat.
: Reform-Gegner setzen Böhrk unter Druck. Kultusminister mit Vetorecht zum Einlenken zwingen. Kieler Nachrichten, , Schleswig-Holstein, Kiel
Die Initiative gegen die Rechtschreibreform fordert die Landesregierung auf, die Arbeit der Kultusministerkonferenz (KMK) so lange durch ihr Vetorecht zu blockieren, bis das Gremium einlenkt und die Reform auch in den anderen Ländern stoppt.

Mit verlaub: Das ist kindisch!

: Rechtschreib-Kompromiß: Reformgegener nur teilweise zufrieden. Kieler Nachrichten, , Schleswig-Holstein, Kiel
Mit dem neuen Kompromiß der Landtagsfraktionen zur Rechtschreib­reform sind die Initiatoren des Volks­entscheides nur teilweise ein­verstanden. "Wir hoffen aber, daß es nun zu einem sanften Ausstieg aus den experimentellen Schreib­weisen kommt und wollen die Entwicklung erst einmal gelassen abwarten", sagte der Sprecher der Initiative, Matthias Dräger.

Welche rechtschreibung will man nun in Schleswig-Holstein? Die alte anscheinend nicht, denn gemäss alter (und neuer) regelung braucht es bei einem eingeschobenen nebensatz 2 kommas: "Wir hoffen, daß es kommt[,] und wollen abwarten."

: Böhrk lädt zum runden Tisch ein. Kieler Nachrichten, , Schleswig-Holstein, Kiel
Kultusministerin Gisela Böhrk (SPD) will nun doch versuchen, den Streit um die Rechtschreibreform durch einen überparteilichen Konsens zu lösen.
: Die Gräben wurden nur noch tiefer. Kieler Nachrichten, , Schleswig-Holstein
Der schleswig-holsteinische Landtag hat das Wirrwarr der gegensätzlichen Meinungen über die Rechtschreib­reform gestern nicht lichten können. Vielmehr haben sich die Gräben in einer Aktuellen Stunde vertieft. Die Konsequenzen aus dem Volksentscheid gegen die Neu­schreibung sind umstrittener denn je.
: "Die Kinder sind jetzt die Opfer." Kieler Nachrichten, , Schleswig-Holstein
Ekkehard Klug (FDP): […] Wozu zahlen wir viel Geld an diese Kultusministerkonferenz, wenn sie auf den Volksentscheid nicht reagiert und Schleswig-Holstein im Regen stehen läßt. […] Ministerin Böhrk: Selbstverständlich wird der Volksentscheid in der Kultusminister-Konferenz besprochen. Ich sehe aber nicht, daß andere Länder dem Volksentscheid folgen.
: Zeitplan der Rückkehr. Reformgegner wollen Erlaß gegen die Neu-Schreibung. Kieler Nachrichten, , Schleswig-Holstein, Kiel
Der Entwurf für einen Erlaß zur Umsetzung des Volksentscheides gegen die Rechtschreibreform nimmt Gestalt an. Die Gegner der Neuschreibung verlangen je nach Alter der Schüler gestaffelte Übergangsfristen für die Rückkehr zur bisherigen Orthographie. […] Niemand wolle die Verwendung der neuen Schreibweise den Schülern als Fehler ankreiden. Ab sofort aber sollte die Verwendung der in Schleswig-Holstein nicht mehr zulässigen "experimentellen Schreibweise" zumindest für die älteren Schüler als "nicht üblich" gekennzeichnet werden. Die Absicht von Kultusministerin Gisela Böhrk (SPD), nur noch die alte Schreibweise zu unterrichten, aber trotz des Volksentscheides die alten und die neuen Schreibweisen unbefristet nebeneinander als korrekt gelten zu lassen, lehnt der Elternverein entschieden ab.
: Eltern: Reform generell stoppen. Kieler Nachrichten, , Schleswig-Holstein, Kiel
Die Forderung nach einer bundesweiten Korrektur oder einem generellen Stopp der Rechtschreibreform wird jetzt auch vom Landeselternbeirat der Grund-, Haupt- und Sonderschulen und der Schülervertretung der beruflichen Schulen erhoben.
: Böhrks Sonderweg. Kieler Nachrichten, , Schleswig-Holstein
Kultusministerin Gisela Böhrk (SPD) plant einen Erlaß, wonach zwar die neuen Schreibweisen ab November an den Schulen nicht mehr gelehrt und geübt werden dürfen. Zugleich aber sollen auch die neuen Schreibweisen auf Dauer akzeptiert und nicht als Fehler gewertet werden. […] Die CDU-Bildungsexpertin Angelika Volquartz protestierte: "Das ist eine Mißachtung des Volksentscheides." Sie und die Initiative "Wir gegen die Rechtschreibreform" forderten Böhrk zum Rücktritt auf. […] Ulrich Kliegis, Vorsitzender des Elternvereins, sagte, der Volksentscheid mache es möglich, daß die Eltern ihren Kindern endlich wieder beim Rechtschreiben helfen können. […] Irene Fröhlich, Vorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, wirft der SPD vor, das Gezerre um den Text des Abstimmungszettels und den Abstimmungstermin habe die Abwehrhaltung der Bevölkerung gegen die Schreibreform gesteigert. Sie glaubt aber, nach einer Übergangsfrist von zwei bis drei Jahen werde auch Schleswig-Holstein wieder zur Schreibreform zurückkehren.
: Die letzte Chance. Kieler Nachrichten, , Kommentar
Der "Neuschrieb" soll, als hätte es den Volksentscheid nicht gegeben, auf unbegrenzte Zeit an den Schulen neben der herkömmlichen Schreibweise gleichwertig anerkannt bleiben. […] Jetzt ist die letzte Chance, die Reform bundesweit zu stoppen und zu korrigieren. Wenn Böhrk das immer noch nicht erkennt, sondern sich in erneuten Tricksereien übt, wird sie bald ihren Hut nehmen müssen.
: "Schreibverwirrung." Unterschriftenaktion der Reformgegner endet heute. Kieler Nachrichten,
Zum Abschluß der Aktion trat Dräger gestern mit einer Reihe nahmhafter Kieler Professoren auf. […] Der Germanist Prof. Hubertus Menke registriert unter Kollegen Empörung.

neue personensuche