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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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2020-4-13
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Wachter, Rudolf

: Rechtschreibfrieden? Leider nein! Schweizer Monat, , 100. jg., nr. 1076, s. 70 bis 71, Dossier (1384 wörter)
Aktuell herrscht ein unüber­sichtliches und will­kürliches Regelchaos, das dringend nach Bereinigung schreit. Mehr Sprach­demokratie würde helfen.

Stellung­nahme.

: Die Gämsen tun uns Leid. NZZ am Sonntag, , s. 55, Kultur (1390 wörter)
Doch die Rechtschreib­reform von 1996, von der Sprachgemeinschaft nie akzeptiert, aber von der Politik zum Gesetz erhoben, hat ein jämmerliches Chaos angerichtet. Und das heute gültige amtliche Regelwerk 2006, das der seit 2004 tätige „Rat für deutsche Recht­schreibung“ ausgearbeitet hat, hat die Situation nicht verbessert: Denn anstatt die begangenen Fehler einzugestehen und zurück­zunehmen, hat man sich fast durchgängig darauf beschränkt, die bewährte, herkömmliche Schreibung als „Variante“ neben der neuen wieder zu erlauben. […] Immer wieder wird beschwichtigend betont, das durch Reform und Varianten­trick entstandene Chaos betreffe ja nur wenige Wörter pro Seite Text. Das ist richtig, entscheidend ist aber, dass es die Anything-goes-Mentalität der Sprache gegenüber stark gefördert hat.

Geht denn nicht anything?

: Streit um Schrotts Homer-Thesen. Neue Zürcher Zeitung, , s. 9, Briefe an die NZZ
In der Tat haben «Homer wie die Griechen insgesamt in ihrer archaischen Zeit, zumal zwischen etwa 800 und 600 v. Chr., ungeheuer viel aus dem Orient übernommen». […] Vielleicht die wichtigste Übernahme der genannten Epoche ist jedoch das Alphabet (kurz nach 800) […]. Das Entscheidende geschah in diesem Fall schon gleich bei der Übernahme […]. Dabei lernten die Griechen von ihren orientalischen Handels­partnern die Zeichen und Namen der Buchstaben, nahmen aber am Alphabet, das ausschliesslich Konsonanten­zeichen enthielt, eine ganz entscheidende Verbesserung vor, indem sie - wohl zuerst versehentlich, dann aber sogleich auch bewusst - gewisse für sie unbrauchbare Konsonanten­zeichen zu Vokalzeichen umdeuteten und ein zusätzliches hintanhängten (Ypsilon). Damit erfanden sie, ohne es zu merken, die sogenannte Laut- oder Phonemschrift, das gleichzeitig einfachste und genaueste Schriftprinzip, das es für menschliche Sprache geben kann […].
: Stoppt diese behemmerte neue Rechtschreibung. Die Reform der deutschen Rechtschreibung ist gründlich misslungen; nun sind eine rigorose Denkpause und ein demokratischer Neustart nötig. Neue Zürcher Zeitung, , s. 19, Meinungen (759 wörter)
Die Initiative zu einer Veränderung des Regelwerks zu ergreifen, ist dagegen nicht Sache der gelehrten und politischen Obrigkeit. Die muss von der Basis kommen, und Veränderungen müssen vor einer Sanktionierung Punkt für Punkt sorgfältig evaluiert werden. So hat das früher der Duden gehalten.

Wie ist das mit der «gelehrten und politischen obrigkeit» und der «basis»? Der duden gehört nicht zu ersterem? Und der Bund für vereinfachte rechtschreibung? Da lebt der herr professor wohl zu sehr in dem von ihm selbst zitierten «elfenbeinturm».

neu : Die Sprachgemeinschaft, nicht die Politik; die Frage der Zuständigkeit. Schweizer Monatshefte, , 83. jg., nr. 11, s. 18 bis 20, Dossier (1586 wörter)
Orthographie ist historisch gewachsen. Die von Wissen­schaftern ohne Not und gegen den Sprach­gebrauch konstruier­te Reform ist in­konsistent und wurde von Politikern ohne Sach­kunde über­stürzt eingeführt. Noch ist es nicht zu spät für einen Verzicht.

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