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2020-4-13
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Wermke, Matthias

: 100 Jahre deutsche Einheitsschreibung. Sprachspiegel, , 57. jg., nr. 5, s. 145 bis 147
Die Ergebnisse der II. Orthographischen Konferenz wurden, wie könnte es anders sein, nicht von allen positiv bewertet. Den einen blieben sie auf halbem Wege stehen, den anderen waren sie ein Bruch mit dem Gewohnten. […] In einem föderalistischen Gebilde wie dem deutschen Reich, in dem — damals wie heute in der Bundesrepublik — die Kultushoheit und damit auch das Schulwesen in der Hand der einzelnen Teilstaaten lag, war ein für alle verbindliches orthographisches Regelwerk ein eminent wichtiger Baustein nationaler Kulturpolitik, der umso bedeutsamer war, als er in einvernehmlicher Zusammenarbeit mit Österreich und der Schweiz zustande kam. Schliesslich ist deutsche Recht­schreibung im Zweifel kein einzelstaatliches Problem. Vor diesem Hintergrund ist es nicht erstaunlich, dass das Zustandekommen der Regelung von 1901 und dasjenige der Neuregelung von 1996 zahlreiche Parallelen aufweist. Im Guten wie im Schlechten — werden manche sagen — hat sich die Geschichte wiederholt.
: 100 Jahre deutsche Einheitsschreibung. www.duden.de,
In der Schweiz wurde übrigens bereits seit 1894 offiziell nach dem »Duden« geschrieben. […] Für Konrad Duden, den Pragmatiker, war mit dieser Regelung sein wichtigstes, über lange Jahre konsequent verfolgtes Anliegen der Herbei­führung einer einheitlich geregelten deutschen Rechtschreibung zwar erfüllt. Von der Sache her waren ihm die Ergebnisse allerdings nur ein Zwischenziel. […] Die Ergebnisse der II. Orthographischen Konferenz wurden, wie könnte es anders sein, nicht von allen positiv bewertet. Den einen blieben sie auf halbem Wege stehen, den anderen waren sie ein Bruch mit dem Gewohnten. […] Im Guten wie im Schlechten – werden manche sagen – hat sich die Geschichte wiederholt.
: Einheit und Vielfalt. Was im Jahr fünf nach der Rechtschreibreform von der deutschen Einheitsschreibung geblieben ist. Sprachspiegel, , nr. 2, s. 41 bis 46
Geblieben ist ein für den Rechtschreibunterricht an allen Schulen im deutschsprachigen Raum verbindliches Regelwerk. Damit bleibt die Grund­voraus­setzung für eine im Schriftbild weitgehend einheitliche Schreibung gegeben, und zwar auch dann, wenn über das amtliche Regelwerk Varianz toleriert wird. Der Grad dieser Varianz in verschrifteten Texten wird von zwei Faktoren abhängig sein, nämlich davon, was im Rechtschreib­unterricht tatsächlich gelehrt wird — das ist fundamental unterschieden von dem, was toleriert wird oder werden muss —, und davon, was sich zum Beispiel über das Zeitungs­wesen an Schreibungen im Bewusstsein der Sprach­gemeinschaft verfestigt und zum Usus wird.
: In der neuesten Duden-Auflage noch konsequenter. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , nr. 192, s. 49, Briefe an die Herausgeber
Ickler erweckt in seinem Artikel den Eindruck, als würden in der neuesten Auflage des Rechtschreibdudens amtliche Regeln stillschweigend revidiert. Das ist nicht der Fall.

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