Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)
Vom erhabenen zum lächerlichen ist es nur ein schritt
Zu einem artikel von Julia Bähr
Wir wollen 1901 zurück!, faz.net, 2016-10-22
Friedrich Denk tut alles, diese erkenntnis von Napoléon Bonaparte zu bestätigen. Davon konnte ich mich als besucher einer seiner veranstaltungen an der buchmesse einmal mehr überzeugen. Denks veranstaltungen sind nicht «irgendwie lächerlich», wie sich A. Nowak ausdrückt, sondern absolut lächerlich. Julia Bähr hat das in verdankenswerter weise herausgearbeitet, und das auf faz.net zu lesen, tut richtig gut. Andere sind ja noch böser: «Er gehört zur aussterbenden Spezies der Oberlehrer und Hohenpriester, die ungern lernen, die aber mit großem Eifer belehren» (taz). Am mittwoch [an der buchmesse] fragte Denk die anwesenden: «Wer findet, dass die alte rechtschreibung besser war?» Fast alle hände gingen in die höhe. «Wer findet, dass die neue rechtschreibung besser ist?» Meine hand war die einzige, was einiges mitleid auslöste. Ich fühlte mich aber nicht so einsam – links von mir sass kein anhänger der altschreibung, rechts auch nicht, hinter mir auch nicht. Die leeren plätze waren weit in der mehrheit.
Rolf Landolt
In der kommentarfunktion des artikels am 25. oktober 2016 um 01:59 uhr veröffentlicht: blogs.faz.net/buchmesse/2016/10/22/wir-wollen-1901-zurueck-1330/#comment-294 (nicht mehr vorhanden).