Man würde zu einer ſolchen Einigung um ſo leichter gelangen, wenn man die Beſtimmungen für manche nebensächliche Punkte weniger ſchroff faßte und in manchen Fällen einige Freiheit der Wahl ließe. Man hat den Nachteil, den einige geringfügige Schwankungen mit ſich bringen, zu hoch angeſchlagen. Man hat andererſeits nicht berückſichtigt, daß ſolche Schwankungen notwendig zu jeder Entwickelung gehören. Geht man mit ſtarrer Unduldſamkeit gegen alle Schwankungen vor, ſo wird damit die Möglichkeit einer langſamen ſtätigen Entwickelung aufgehoben. Es bleibt dann nichts übrig als entweder ein ſtarres Feſthalten an dem einmal Fixierten mit Ausſchluß jeder weiteren Reform oder ein ſprungweiſes Reformieren, welches jedesmal wieder ſcharfe Gegenſätze erzeugt, die unſerer Überzeugung nach viel nachteiliger ſind, als es einige Schwankungen, die ſich mannigfach verteilen, ſein würden. Es dürfte daher wohl nichts ſchaden, wenn manche Vorſchriften nicht als direkte Gebote, ſondern nur als Empfehlungen gegeben würden. So würbe es am erſten möglich ſein, durch wiederholte Reviſionen nach und nach weitere Verbeſſerungen anzubringen.