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Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

stichwort → worttrennung
nachgeführt
ortografie.ch ersetzt sprache.org ortografie.ch ersetzt in zukunft sprache.org

worttrennung am zeilenende

synonyme
silbentrennung (problematisch, da nicht nur nach silben getrennt wird), abteilen (Österreich)
zweck
zeilenumbruch innerhalb von wörtern
verweise intern

dudenregelung vor 1996: duden 1991, s. 55

stichwort ß: bei ss statt ß

stellungnahme zu einzelbuchstabentrennung)

stellungnahme zu Hek-tar)

verweise extern

de.wikipedia.org/wiki/Worttrennung

canoo.net/services/GermanSpelling/Regeln/Trennung/

gutefrage.net/frage/warum-ist-die-deutsche-silbentrennung-so-vergurkt


Zitate

Es wurde an der, dem phoneti­schen Charakter unsrer Schrift ent­sprechen­den, Regel fest­gehalten, dass man nicht nach Sprach­silben (d. h. mit Be­rücksichti­gung der Wortbildung, z. B. Zeit-en, gefar-en), sondern nach Sprech­silben ab­zuteilen habe, d. h. „so wie sich die Wörter beim lang­samen Sprechen von selbst zerlegen“ (§ 37). Dem entspricht es auch, wenn bei zusammen­gesetzten Wörtern auf die Bestand­teile Rücksicht ge­nommen werden soll. So unterscheidet z. B. in Graubart und Abart die Aus­sprache deutlich die Bestand­teile, und demnach teilt man ab Grau-bart, Ab-art. Das ist alles so ungemein einfach, dass man verwundert fragen möchte: woher sollen denn da Schwierig­keiten kommen? Und doch sind sie da.

neu , Neue Zürcher Zei­tung,

Neu darf jetzt auch ein einzelner Vokal (wie grässlich) vom Wort getrennt werden. So wird A-bend künftig leider nicht mehr nur in Schüler­aufsätzen an­zutreffen sein.

neu , Süd­deutsche Zeitung,

Auch von ihrer Silben­trennung wollten sich die Reformer nicht trennen. In ihrem letzten Bericht versuchten sie zu beweisen, daß vollenden „für viele Sprach­teilhaber/innen“ nicht mehr als Zusammen­setzung erkennbar sei und es darum bei der Trennung vol-lenden bleiben müsse. Auf der Abtrenn­barkeit einzelner Buchstaben (O-blate, Buche-cker, und so weiter) be­standen sie ebenso wie auf dem schlechter­dings barbarischen Zerhacken von Lehn­wörtern (Demok-ratie, Ins-trument, und so weiter).

neu , Frank­furter Rund­schau,

In diesem Sommer brach ein Sturm der Entrüstung darüber los, dass wir das Wort Rumaroma, das wir praktisch minütlich mit der Hand schreiben, künftig Ruma-roma trennen dürfen. Das geht schon deshalb nicht, weil Johann Wolfgang von Goethe und Thomas Mann immer Wert auf die Buchstaben­teilung Rum-aroma gelegt haben.

Peter Eisen­berg, Süd­deutsche Zeitung, 4. 2. 2006

Die Silbentrennung ist vergleichs­weise einfach; im Zeitalter von Pro­portional­schriften, Trenn­programmen und Flatter­satz ist sie für den ein­zelnen Schreiber auch nicht so wichtig. Angaben zur Silben­trennung bleiben aber als Indiz für die Qualität von Wörter­bucharbeit und für vor­handenes oder nicht­vorhandenes Bildungs­wissen ein Lieblings­kind mancher Sprach­freunde.

, Neue Zürcher Zeitung,

Hier, wo es der [schweizer ortografie-]Konferenz bloß um eine graphische Angelegen­heit zu gehen schien, vertrat sie einen sehr liberalen Stand­punkt: es solle künftig dem Schreibenden über­lassen sein, ob er nach Sprech­silben (Leh-re-rin) oder nach Sprach­silben (Lehrer-in) trennen will […].