Main-Echo,
Kritiker der Reform wie der Rezensent Theodor Ickler (Frankfurter Allgemeine Zeitung) halten der Duden-Redaktion jedoch zahlreiche Widersprüche, willkürliche Festlegungen und Abweichungen von der amtlichen Schreibung vor.
Wer ist wer in der reformdiskussion? Namen, zitate, anmerkungen.
geb. , Krauschwitz
1973 promotion: klassische filologie und indogermanistik, universität Marburg
1985 habilitation: deutsch als fremdsprache, universität München
1987 bis 2009 professor für deutsch als fremdsprache: universität Erlangen-Nürnberg
1998 unterzeichner: erklärung professoren gegen rechtschreibreform
2001 deutscher sprachpreis: Henning-Kaufmann-Stiftung zur Pflege der Reinheit der deutschen Sprache
1. 3. 2005 bis 24. 2. 2006 mitglied: rat für deutsche rechtschreibung
Main-Echo,
Kritiker der Reform wie der Rezensent Theodor Ickler (Frankfurter Allgemeine Zeitung) halten der Duden-Redaktion jedoch zahlreiche Widersprüche, willkürliche Festlegungen und Abweichungen von der amtlichen Schreibung vor.
Hermann Zabel: Widerworte. Aachen 1997, s. 59
Mit dem wissenschaftlichen Berater der Aktion "WIR gegen die Rechtschreibreform" ist eine Verständigung schlechterdings nicht möglich.
Rudolf Walther, Basler Zeitung,
Der rührigste Kritiker ist der Erlanger Linguist Theodor Ickler, der seit Jahren gegen die Reform Sturm läuft und sich mächtig erhitzen kann bei den immer gleichen drei oder vier Fragen. Dem Pedanten «sträuben sich die Haare», dass man jetzt nicht mehr «recht», sondern ganz gediegen und vernünftig «Recht haben» darf. Mittlerweile ist auch klarer geworden, warum Ickler so hartnäckig ist. Er hat selbst ein «Rechtschreibwörterbuch» zusammengebastelt, für das die FAZ (im redaktionellen Teil!) die Werbetrommel rührt und das trotzdem keiner kennt.
dudenredaktion, Mannheimer Morgen,
Seit 1996 sagt Theodor Ickler das unmittelbar bevorstehende Scheitern der Rechtschreibreform voraus.
SN/APA, Salzburger Nachrichten,
"Das Chaos wird durch Ickler potenziert", sagte Kürschner und wirft dem Reformgegner in seinem Wörterbuch Inkonsequenz vor. Anhand von zahlreichen Beispielen, in denen Ickler die Reformschreibung übernehme, belegte Kürschner, dass dieser "in Wahrheit ein verkappter Reformer ist, der in mancher Hinsicht sogar als Radikalreformer gelten kann".
Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung,
Theodor Ickler, dem schärfsten Gegner der Rechtschreibreform, der jetzt einen Gegen-Duden herausgebracht hat, ist mittlerweile selbst die Häme seiner Sympathisanten sicher. Die schärfsten Kritiker der Elche sind offensichtlich selber welche.
Joachim Güntner, Hannoversche Allgemeine Zeitung,
Mit dem Deutschen Sprachpreis senden die Reformgegner ihrem profiliertesten Feuerkopf eine Solidaritätsadresse. In einer Zeit trüber Aussichten für ihren Kampf kann es freilich nur ein Trostpreis sein.
Jörg Völkerling, Die Welt,
Der Rechtschreib-Papst.
Dankwart Guratzsch, Die Welt,
Die Sache hat den Schönheitsfehler, dass sich Ickler nicht durchgesetzt hat.
Bild,
Deutschlands wichtigster Sprachwissenschaftler.
Heike Schmoll, Frankfurter Allgemeine Zeitung,
Rudolf Walther, die tageszeitung,
Theodor Ickler, der Einpeitscher der Reformgegner, ist "überzeugter Behaviourist" und möchte dieses grobianische Erklärungsmodell für das Verhalten im Windschatten des halbdarwinistischen Sozialtechnologen B. F. Skinner auf die Sprachlerntheorie übertragen. Nicht zufällig beruhen Icklers einzige Argumente auf omlettplattem Utilitarismus — das "Bewährte" ist "üblich" und daher "zweckmäßig" —, fragt sich, warum, für wen und wozu.
Rudolf Walther, freitag.de,
Immerhin argumentiert Ickler meistens als Sprachwissenschaftler und nicht wie seine Mitstreiter als eifernde Agitatoren.
Alexander Smoltczyk, Der Spiegel,
Deutschland sähe anders aus ohne Menschen wie Theodor Ickler. […] Für die Anhänger der alten Rechtschreibung ist dieser Mann ein Genie. Die Reformer sähen ihn gern in Ketten. Ickler weiß alles über das Regelwerk, und vieles weiß er besser als alle anderen. Theodor Ickler ist der Ein-Mann-Thinktank der Reformgegner. […] Kein Gegenreformer ist fleißiger. […] "Das Auftreten von gewissen Kritikern gefällt mir nicht, ihre Besserwisserei, ihre Intoleranz, ihre Rechthaberei. Nicht alle sind so, aber Ickler gewiss. Man kann ja verschiedener Meinung sein", sagt Nerius.
Kerstin Decker, Der Tagesspiegel,
Theodor Ickler kann die Wortverbindung Leid tun noch immer nicht anschauen, ohne zu zittern.
Peter Schmachthagen, Hamburger Abendblatt,
Im Rat scheint es recht kontrovers zugegangen zu sein. Besonders der Erlanger Germanist Theodor Ickler, als Professor für Deutsch als Fremdsprache eigentlich auf ein schlankes Regelwerk verpflichtet, zeigte sich nach Meinung anderer Ratsmitglieder kompromissunfähig und trat aus dem Gremium aus.